Serumeiweiß-Elektrophorese: Indikation & Diagnostik

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Serumeiweiß-Elektrophorese (EPH) ist ein etabliertes medizinisches Laborverfahren zur Auftrennung von Eiweißstoffen im Blutserum. Die Proteine werden dabei in einem elektrischen Feld anhand ihrer physikalischen Eigenschaften, wie Größe und elektrischer Ladung, in verschiedene Fraktionen unterteilt.

Laut der Information von Gesundheit.gv.at dient die Untersuchung primär dem Nachweis von Störungen des Eiweißstoffwechsels, sogenannten Dysproteinämien. Die grafische Darstellung der aufgetrennten Proteine erfolgt in einem Pherogramm als Extinktions-Ort-Kurve.

Es wird zwischen der klassischen Gelelektrophorese und der moderneren Kapillarelektrophorese unterschieden. Letztere bietet eine höhere Auflösung und ermöglicht eine detailliertere Auftrennung bestimmter Proteinfraktionen in einer flüssigen Phase.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei Menschen über 70 Jahren findet sich in ein bis drei Prozent der Fälle eine monoklonale Gammopathie unbestimmter Signifikanz (MGUS). Es wird betont, dass diese asymptomatische Veränderung ein Risiko für die Entwicklung einer malignen Erkrankung birgt. Daher ist eine konsequente laborchemische Verlaufskontrolle im Intervall von sechs bis zwölf Monaten essenziell, um einen Anstieg des M-Gradienten frühzeitig zu erkennen.

Häufig gestellte Fragen

Ein M-Gradient zeigt sich als schmale Bande in der Beta- oder Gamma-Fraktion und ist das Kennzeichen einer monoklonalen Gammopathie. Er entsteht durch die unkontrollierte Überproduktion eines bestimmten Antikörpers durch entartete Plasmazellen.

Zur genauen Bestimmung des Paraprotein-Typs wird eine Immunfixation empfohlen. Steigt der M-Gradient im Verlauf an, sind laut Quelle weiterführende Untersuchungen wie eine Knochenmarkpunktion oder ein Schädelröntgen indiziert.

Bei einer monoklonalen Gammopathie unbestimmter Signifikanz (MGUS) wird eine regelmäßige Überwachung empfohlen. Die Serumeiweiß-Elektrophorese sollte alle sechs bis zwölf Monate wiederholt werden, um eine maligne Entwicklung rechtzeitig zu erkennen.

Die Kapillarelektrophorese ist ein moderneres Verfahren, das in einer flüssigkeitsgefüllten Kapillare stattfindet und eine höhere Auflösung bietet. Dadurch kann die Beta-Globulin-Fraktion zusätzlich in eine Beta-1- und Beta-2-Fraktion aufgetrennt werden.

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Quelle: Laborwert: Serum-Elektrophorese (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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