Laborwert IgG (Immunglobulin G): Gesundheit.gv.at

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die vorliegende Zusammenfassung basiert auf den Informationen des Gesundheitsportals Gesundheit.gv.at. Immunglobulin G (IgG) ist ein zentraler Bestandteil des menschlichen Immunsystems und stellt den Hauptanteil der Antikörper im Blut dar.

IgG-Antikörper fungieren als Vermittler des immunologischen Gedächtnisses. Sie werden bei wiederholtem Kontakt mit einem Erreger im Rahmen der sekundären Immunantwort gebildet und markieren körperfremde Stoffe für Fresszellen (Makrophagen).

Eine Besonderheit von IgG ist die Fähigkeit, die Plazentaschranke zu passieren. Dadurch gelangen die Antikörper aus dem mütterlichen Blut in den Kreislauf des ungeborenen Kindes, was eine passive Immunisierung des Neugeborenen ermöglicht.

Empfehlungen

Diagnostik und Messmethoden

Laut Quelle werden die Antikörper IgG, IgA und IgM im medizinischen Labor stets gemeinsam gemessen und beurteilt. Für die Antikörperdiagnostik stehen verschiedene labormedizinische Verfahren zur Verfügung:

  • Quantitative Bestimmung: Messung der Antikörperkonzentration in Gramm pro Liter (g/L).

  • Serumeiweiß-Elektrophorese: Auftrennung der Eiweißstoffe nach physikalischen Eigenschaften, wobei sich die Antikörper in der Gamma-Globulin-Fraktion befinden.

  • Immunfixation: Dient dem eindeutigen Nachweis und der Klassifizierung einer übermäßigen Vermehrung eines bestimmten Antikörpertyps (monoklonales M-Protein).

Referenzwerte

Die Quelle gibt folgende geschlechts- und altersabhängige Referenzbereiche für IgG an. Für Kinder gelten abweichende Werte.

GeschlechtAlterReferenzbereich
Männerbis 18 Jahre6,80–15,30 g/L
Männerüber 18 Jahre6,80–14,45 g/L
Frauenbis 18 Jahre6,80–15,30 g/L
Frauenüber 18 Jahre6,80–14,45 g/L

Erhöhte IgG-Werte (Hypergammaglobulinämie)

Eine insgesamte Vermehrung der Antikörper im Blut wird als Hypergammaglobulinämie bezeichnet. Hierbei wird zwischen zwei wesentlichen Formen unterschieden:

FormCharakteristikMögliche Ursachen
Polyklonale GammopathieVermehrung vieler verschiedener ImmunglobulineChronische Entzündungen, Autoimmunerkrankungen, schwere Lebererkrankungen (z.B. Leberzirrhose)
Monoklonale GammopathieVermehrung eines bestimmten Immunglobulins vom selben TypMalignes Lymphom, bedeutungslose Erscheinung (MGUS)

Monoklonale Gammopathie unbestimmter Signifikanz (MGUS)

Bei ein bis drei Prozent der Personen über 70 Jahre findet sich eine MGUS. In diesen Fällen wird eine Kontrolle der Serumeiweiß-Elektrophorese alle sechs bis zwölf Monate empfohlen.

Bei einem absoluten Anstieg des M-Gradienten ist laut Text eine weiterführende Diagnostik erforderlich. Dazu zählen unter anderem eine Knochenmarkuntersuchung, eine Leukozytentypisierung und ein Schädelröntgen.

Verminderte IgG-Werte (Hypogammaglobulinämie)

Eine Verminderung der Antikörper im Blut kann angeboren (primär) oder erworben (sekundär) sein. Ein erworbener Antikörpermangel kann vielfältige Ursachen haben, darunter Eiweißmangel, Schilddrüsenunterfunktion oder maligne Lymphome.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Zufallsdiagnose einer monoklonalen Gammopathie unbestimmter Signifikanz (MGUS) wird eine regelmäßige labormedizinische Kontrolle der Serumeiweiß-Elektrophorese im Intervall von sechs bis zwölf Monaten empfohlen. Erst bei einem absoluten Anstieg des M-Gradienten ist eine erweiterte Diagnostik wie eine Knochenmarkuntersuchung indiziert.

Häufig gestellte Fragen

Ein erhöhter Wert wird als Hypergammaglobulinämie bezeichnet. Die Quelle unterscheidet hierbei zwischen einer polyklonalen Gammopathie (oft bei chronischen Entzündungen) und einer monoklonalen Gammopathie, die weiter abgeklärt werden muss.

Laut dem Gesundheitsportal werden diese drei Immunglobuline im medizinischen Labor standardmäßig gemeinsam beurteilt. Dies ermöglicht eine umfassende Beurteilung des Immunstatus und die genaue Einordnung möglicher Erkrankungen.

Eine MGUS ist eine Vermehrung eines bestimmten Immunglobulins ohne direkten Krankheitswert, die bei ein bis drei Prozent der über 70-Jährigen auftritt. Es wird empfohlen, den Wert alle sechs bis zwölf Monate labormedizinisch zu kontrollieren.

Ein Antikörpermangel (Hypogammaglobulinämie) kann angeboren sein oder im Laufe des Lebens erworben werden. Erworbene Ursachen umfassen laut Text unter anderem Eiweißmangel, Schilddrüsenunterfunktion oder maligne Lymphome.

IgG-Antikörper sind in der Lage, die Plazentaschranke zu passieren. Dadurch gelangen sie aus dem mütterlichen Blut in den Kreislauf des ungeborenen Kindes und sorgen für eine passive Immunisierung in der ersten Lebenszeit.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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