Laborwert Albumin (ALB): Gesundheit.gv.at
Hintergrund
Diese Zusammenfassung basiert auf den Kurzinformationen von Gesundheit.gv.at. Albumin (ALB) macht etwa 50 Prozent der Serumeiweißstoffe aus und ist das wichtigste Bindungs- und Transportprotein des menschlichen Organismus. Es wird vollständig in der Leber gebildet.
Zu den Hauptaufgaben von Albumin gehört die Aufrechterhaltung des kolloid-osmotischen Drucks. Dieser entsteht vor allem durch das Konzentrationsgefälle zwischen der Blutflüssigkeit in den Gefäßen und dem umliegenden Gewebe.
Zudem ist Albumin für die Bindung und den Transport von schwer wasserlöslichen Substanzen im Blut zuständig. Dazu zählen unter anderem bestimmte Aminosäuren, Hormone und fettlösliche Stoffe.
Empfehlungen
Die Quelle beschreibt folgende klinische Aspekte zur Bestimmung von Albumin:
Indikationen zur Bestimmung im Blut
Laut Gesundheit.gv.at lässt die Bestimmung von Albumin im Blut Rückschlüsse auf verschiedene Pathologien zu. Zu den primären Indikationen zählen:
-
Lebererkrankungen
-
Eiweißverluste über den Darm oder die Nieren
-
Abklärung von Ödemen (krankhafte Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe)
Ursachen für abweichende Blutwerte
Erniedrigte Albuminwerte weisen der Quelle zufolge auf eine verminderte Synthese oder einen Mangel hin. Typische Ursachen sind Lebererkrankungen, akute Entzündungen sowie Eiweißmangel durch Mangelernährung.
Erhöhte Albuminwerte im Sinne einer echten Hyperalbuminämie kommen laut Text praktisch nicht vor. Meist handelt es sich um eine Pseudohyperalbuminämie, also eine relative Erhöhung aufgrund eines Flüssigkeitsverlustes.
Diagnostik in anderen Körperflüssigkeiten
Neben dem Blut hat die Albuminmessung auch in anderen Körperflüssigkeiten einen hohen diagnostischen Stellenwert:
-
Harn: Normalerweise ist Harn eiweißfrei. Der Nachweis von Albumin (Mikroalbuminurie bei 20 bis 200 mg/L) kann auf eine Nierenerkrankung hinweisen.
-
Liquor (Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit): Die Normal-Konzentration liegt unter 350 mg/L. Eine Vermehrung deutet auf eine Störung der Blut-Liquor-Schranke hin, beispielsweise bei Entzündungen im Bereich des Gehirns oder Rückenmarks.
Referenzwerte im Blut
Die Quelle gibt folgende Referenzwerte für Albumin im Blut an. Für Neugeborene gelten abweichende Normalwerte.
| Patientengruppe | Alter | Referenzbereich |
|---|---|---|
| Männer | bis 18 Jahre | 3,4–4,8 g/dL |
| Männer | über 18 Jahre | 3,4–4,8 g/dL |
| Frauen | bis 18 Jahre | 3,4–4,8 g/dL |
| Frauen | über 18 Jahre | 3,4–4,8 g/dL |
💡Praxis-Tipp
Bei erhöhten Albuminwerten im Blut wird darauf hingewiesen, dass eine echte Hyperalbuminämie praktisch nicht existiert. Es wird empfohlen, in solchen Fällen an eine Pseudohyperalbuminämie durch Exsikkose oder andere Flüssigkeitsverluste zu denken.
Häufig gestellte Fragen
Laut Quelle deuten erniedrigte Albuminwerte meist auf Lebererkrankungen, akute Entzündungen oder eine Mangelernährung hin. Die Leber ist der einzige Produktionsort für dieses Protein im Körper.
Der Text definiert eine Mikroalbuminurie als den Nachweis geringster Mengen von Albumin im Harn. Die Werte liegen dabei zwischen 20 und 200 mg/L.
Da Albumin in der Leber gebildet wird, weist ein erhöhter Wert im Liquor auf eine Störung der Blut-Liquor-Schranke hin. Dies wird laut Quelle häufig bei Entzündungen im Bereich des Gehirns oder Rückenmarks beobachtet.
Die Referenzwerte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene beider Geschlechter liegen laut Gesundheit.gv.at bei 3,4 bis 4,8 g/dL. Für Neugeborene gelten abweichende Normbereiche.
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Quelle: Laborwert: Albumin (ALB) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.