Immunfixationselektrophorese (IFIX): MGUS-Diagnostik
Hintergrund
Die Leitlinie von Gesundheit.gv.at beschreibt die Immunfixationselektrophorese (IFIX) als ergänzendes Laborverfahren. Sie kommt zum Einsatz, wenn in der Serumeiweiß-Elektrophorese eine schmalbasige Bande, der sogenannte M-Gradient, nachgewiesen wurde.
Dieser M-Gradient weist auf eine monoklonale Gammopathie hin, bei der ein einzelner Plasmazell-Klon unkontrolliert identische Antikörper (Paraproteine) produziert. Antikörper bestehen grundsätzlich aus zwei identischen schweren und zwei identischen leichten Aminosäureketten.
Die Hauptaufgabe dieser Immunglobuline ist die Abwehr von körperfremden Strukturen wie Mikroorganismen oder Tumorzellen. Die Immunfixation dient der genauen Klassifizierung dieser fehlerhaft produzierten Eiweißstoffe.
💡Praxis-Tipp
Laut Leitlinie gibt es für die Immunfixation keine klassischen Referenzwerte, da der Test nur bei einem bereits nachgewiesenen M-Gradienten durchgeführt wird. Es wird betont, dass bei der Diagnose einer monoklonalen Gammopathie unbestimmter Signifikanz (MGUS) regelmäßige Kontrollen der Serumeiweiß-Elektrophorese im Intervall von sechs bis zwölf Monaten essenziell sind, um eine maligne Progression frühzeitig zu erkennen.
Häufig gestellte Fragen
Die Leitlinie gibt an, dass eine Immunfixation nur dann durchgeführt wird, wenn in der Serumeiweiß-Elektrophorese ein M-Gradient (Paraprotein) nachgewiesen wurde. Sie dient der genauen Typisierung dieses Proteins.
Standardmäßig wird die Untersuchung aus Blutserum durchgeführt. Laut Quelle können bei Bedarf auch Harn oder Liquor herangezogen werden.
Es wird empfohlen, bei einer MGUS die Serumeiweiß-Elektrophorese alle sechs bis zwölf Monate zu wiederholen. Steigt der M-Gradient absolut an, ist eine erweiterte Diagnostik wie eine Knochenmarkuntersuchung indiziert.
Das Ergebnis definiert den genauen Aufbau des Paraproteins. Es benennt laut Leitlinie den Antikörpertyp (IgG, IgA oder IgM) sowie den Leichtkettentyp (Kappa oder Lambda).
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Quelle: Laborwert: Immunfixationselektrophorese (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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