Immunglobulin A (IgA): Diagnostik und Referenzwerte
Hintergrund
Laut dem Gesundheitsportal Gesundheit.gv.at sind Antikörper vom Typ Immunglobulin-A (IgA) spezielle Eiweißstoffe des Immunsystems. Sie kommen vor allem in Körpersekreten wie Speichel, Tränenflüssigkeit, Verdauungssäften, Nasenschleim und Muttermilch vor.
Ihre Hauptaufgabe besteht in der Bindung von Mikroorganismen auf Schleimhäuten und der Aktivierung von Entzündungsreaktionen. Der hohe IgA-Anteil in der Muttermilch dient als wichtiger Schutzfaktor gegen Brech- und Durchfallerkrankungen bei Säuglingen.
Im medizinischen Labor werden die Antikörper IgG, IgA und IgM standardmäßig gemeinsam im Blut gemessen und beurteilt. Die genaue Funktion von IgA im Blutkreislauf ist laut Quelle bislang unbekannt.
💡Praxis-Tipp
Es wird darauf hingewiesen, dass bei einer monoklonalen Gammopathie unbestimmter Signifikanz (MGUS) eine regelmäßige Kontrolle der Serumeiweiß-Elektrophorese im Intervall von sechs bis zwölf Monaten empfohlen wird. Erst bei einem absoluten Anstieg des M-Gradienten ist laut Text eine weiterführende Diagnostik wie eine Knochenmarkuntersuchung oder ein Schädelröntgen erforderlich.
Häufig gestellte Fragen
Eine Erhöhung kann auf eine polyklonale Gammopathie durch chronische Entzündungen oder Lebererkrankungen hinweisen. Ebenso wird beschrieben, dass eine monoklonale Gammopathie, beispielsweise bei malignen Lymphomen, ursächlich sein kann.
Ein verminderter Wert kann angeboren sein, was als primärer Antikörpermangel bezeichnet wird und mit einer erhöhten Infektanfälligkeit einhergeht. Erworbene Ursachen umfassen laut Quelle Eiweißmangel, Schilddrüsenunterfunktion oder maligne Lymphome.
Die Diagnostik erfolgt in der Regel durch eine quantitative Bestimmung im Blut, wobei IgA immer gemeinsam mit IgG und IgM beurteilt wird. Zur weiteren Differenzierung können eine Serumeiweiß-Elektrophorese oder eine Immunfixation herangezogen werden.
Bei einer MGUS handelt es sich um eine Vermehrung eines bestimmten Antikörpertyps ohne direkten Krankheitswert, die bei ein bis drei Prozent der über 70-Jährigen auftritt. Es wird eine regelmäßige labormedizinische Kontrolle empfohlen.
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Quelle: Laborwert: IgA (IGA) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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