SARS-CoV-2-Antikörper (Laborwert): Gesundheit.gv.at
Hintergrund
Das SARS-Corona-Virus-2 (SARS-CoV-2) ist der Erreger von COVID-19 und kann ein schweres akutes respiratorisches Syndrom verursachen. Die Bestimmung von Antikörpern im Blut dient der Beurteilung der serologischen Immunität nach einer Infektion oder einer Impfung.
Antikörper sind vom Körper gebildete Eiweißstoffe, die vor körperfremden Strukturen schützen. Der Nachweis ist ein indirektes Verfahren, da nicht das Virus selbst, sondern die Immunreaktion des Organismus gemessen wird.
Laut den Informationen von Gesundheit.gv.at werden bei der serologischen Diagnostik vor allem Antikörper vom Typ IgG und/oder IgM gegen virale Spike- und Nucleocapsid-Proteine bestimmt.
Empfehlungen
Die Quelle von Gesundheit.gv.at beschreibt folgende Kernaspekte zur serologischen Diagnostik:
Testverfahren
Zur Bestimmung der Antikörper im Blut existieren unterschiedliche Laborverfahren. Die am häufigsten eingesetzten Methoden werden wie folgt unterschieden:
| Verfahren | Beschreibung | Ergebnisdarstellung |
|---|---|---|
| Schnelltest (Lateral Flow) | Point-of-Care-Diagnostik ohne apparativen Aufwand | Qualitativ |
| ELISA | Labordiagnostisches Standardverfahren | Qualitativ oder quantitativ (z.B. BAU/mL) |
| Neutralisationstest | Aufwändiges Verfahren zum Nachweis neutralisierender Antikörper | Spezifischer Nachweis |
Interpretation der Ergebnisse
Ein positiver Antikörper-Nachweis weist auf eine serologische Immunität hin. Dabei deuten Antikörper gegen das Spike- und Nucleocapsid-Protein auf eine durchgemachte Infektion hin, während nach einer Impfung nur Antikörper gegen das Spike-Protein nachweisbar sind.
Ein negatives Testergebnis schließt eine durchgemachte Infektion nicht sicher aus. Die Antikörperwerte können mit der Zeit unter die Nachweisgrenze der jeweiligen Testverfahren absinken.
Diagnostik der akuten Infektion
Die Antikörper-Bestimmung ist nicht zum Nachweis oder Ausschluss einer akuten SARS-CoV-2-Infektion geeignet.
Bei Verdacht auf eine akute Infektion wird die Durchführung einer molekularen Untersuchung (z.B. PCR-Test) aus dem oberen Respirationstrakt beschrieben. Zudem wird betont, dass immer Anamnese, Alter, Expositionsstatus und Symptome berücksichtigt werden müssen.
Referenzwerte
Die Referenzwerte für den SARS-CoV-2-Antikörper-Test werden für alle Altersgruppen und Geschlechter einheitlich angegeben:
| Personengruppe | Referenzwert |
|---|---|
| Männer (bis 18 Jahre) | negativ |
| Männer (über 18 Jahre) | negativ |
| Frauen (bis 18 Jahre) | negativ |
| Frauen (über 18 Jahre) | negativ |
💡Praxis-Tipp
Laut der Quelle dürfen positive Antikörper-Ergebnisse nicht als Beweis für eine vollständige und anhaltende Immunität gegen SARS-CoV-2 interpretiert werden. Zudem wird betont, dass die Serologie zur Abklärung einer akuten Infektiosität ungeeignet ist und hierfür molekulare Verfahren wie die PCR herangezogen werden müssen.
Häufig gestellte Fragen
Ein positives Ergebnis weist auf eine serologische Immunität hin. Laut Quelle kann dies durch eine durchgemachte Infektion (Spike- und Nucleocapsid-Antikörper) oder durch eine Impfung (nur Spike-Antikörper) bedingt sein.
Nein, ein negatives Ergebnis schließt einen stattgehabten Kontakt mit dem Virus nicht aus. Der Text beschreibt, dass Antikörperspiegel im Laufe der Zeit unter die Nachweisgrenze der Labortests absinken können.
Die Quelle stellt klar, dass die Antikörper-Bestimmung im Blut weder zum Nachweis noch zum Ausschluss einer akuten Infektion geeignet ist. Hierfür wird der Nachweis von Virus-Erbgut mittels PCR-Test aus dem Nasen-Rachen-Raum beschrieben.
Bei quantitativen ELISA-Verfahren werden die Ergebnisse laut Gesundheit.gv.at häufig in "Units pro Liter" (U/L) oder "Binding Antibody Units pro Milliliter" (BAU/mL) auf dem Laborbefund ausgewiesen.
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Quelle: Laborwert: SARS-CoV-2-AK (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.