Procalcitonin (PCT) bei Sepsis: Gesundheit.gv.at
Hintergrund
Diese Zusammenfassung basiert auf den Kurzinformationen des Portals Gesundheit.gv.at. Bei Procalcitonin (PCT) handelt es sich um die Vorstufe des Schilddrüsenhormons Calcitonin.
Während dieses Prohormon bei gesunden Menschen nur in sehr geringen Mengen im Blut vorkommt, steigt es bei schweren Entzündungsreaktionen stark an. Dies gilt insbesondere für bakterielle Infektionen. Der eigentliche Calcitoninwert verändert sich dabei nicht.
Die Sepsis als lebensbedrohliche, systemische Entzündungsreaktion stellt das Haupteinsatzgebiet für diesen Laborwert dar. Ursachen für eine Sepsis können unter anderem Bakteriämien, Pankreatitiden, schwere Verbrennungen oder Traumata sein.
Empfehlungen
Indikation zur Bestimmung
Laut Gesundheit.gv.at gilt die Bestimmung von Procalcitonin als der empfindlichste Test zur Diagnostik und Verlaufsbeurteilung einer Sepsis. Der Parameter wird primär in der Intensivmedizin eingesetzt.
Die Bestimmung wird für folgende klinische Fragestellungen beschrieben:
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Diagnose und Verlaufsbeurteilung einer Sepsis
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Unterscheidung zwischen bakteriellen und nicht bakteriellen Entzündungen
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Prognostische Beurteilung und Therapiekontrolle systemischer Infektionen
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Überwachung von Personen mit hohem Sepsisrisiko
Interpretation der Messwerte
Für die klinische Beurteilung ist insbesondere die Dynamik des Wertes entscheidend. Ein Anstieg oder Abfall des PCT-Wertes hilft dabei, den Behandlungserfolg oder -misserfolg zeitnah festzustellen.
Die Höhe der Messwerte wird wie folgt klassifiziert:
| PCT-Erhöhung | Klinische Interpretation |
|---|---|
| Sehr stark erhöht | Fast ausnahmslos Zeichen einer Sepsis |
| Stark erhöht | Hohe Wahrscheinlichkeit einer schweren bakteriellen Infektion |
| Mäßig erhöht | Oft unspezifisch, primär kein Hinweis auf Sepsis |
Referenzwerte
Die angegebenen Referenzwerte dienen als Orientierungshilfe. Die Beurteilung muss stets im klinischen Gesamtbild erfolgen.
| Personengruppe | Alter | Referenzwert | Einheit |
|---|---|---|---|
| Männer | bis 18 Jahre | < 0,5 | ng/mL |
| Männer | über 18 Jahre | < 0,5 | ng/mL |
| Frauen | bis 18 Jahre | < 0,5 | ng/mL |
| Frauen | über 18 Jahre | < 0,5 | ng/mL |
💡Praxis-Tipp
Der wichtigste Aspekt bei der Nutzung von Procalcitonin ist die Beurteilung im zeitlichen Verlauf. Es wird betont, dass nicht nur ein einzelner Messwert, sondern vor allem der Anstieg oder Abfall des Wertes entscheidend ist, um das Ansprechen auf eine Therapie bei einer Sepsis zu beurteilen.
Häufig gestellte Fragen
Der Wert steigt laut Gesundheit.gv.at vor allem bei schweren, bakteriellen Infektionen und systemischen Entzündungsreaktionen an. Bei nicht bakteriellen Entzündungen bleibt ein starker Anstieg in der Regel aus.
Der normale Referenzwert liegt für alle Altersgruppen und Geschlechter bei unter 0,5 ng/mL. Werte darüber müssen stets im klinischen Gesamtbild interpretiert werden.
Der Parameter wird primär als intensivmedizinischer Laborwert zur Diagnostik und Verlaufsbeurteilung einer Sepsis eingesetzt. Er gilt hierfür als der empfindlichste verfügbare Test.
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Quelle: Laborwert: Procalcitonin (PCT) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.