Blutkultur (aerob/anaerob): Gesundheitsportal
Hintergrund
Das Gesundheitsportal (Gesundheit.gv.at) beschreibt die Blutkultur als mikrobiologische Untersuchungsmethode. Sie dient dem Nachweis von krankheitserregenden Mikroorganismen wie Bakterien und Pilzen im Blut.
Eine Sepsis wird als lebensbedrohliche, systemische Entzündungsreaktion definiert, die häufig durch Bakterien im Blut ausgelöst wird. Sie kann zu Organschäden, Multiorganversagen und zum Tod führen.
Zu den typischen klinischen Zeichen einer Sepsis zählen hohes Fieber, Schüttelfrost, Tachykardie und Tachypnoe. Laborchemisch zeigen sich oft eine Leukozytose sowie erhöhte Werte für CRP, Granulozyten-Elastase, Procalcitonin und Interleukin-6.
Empfehlungen
Laut Quelle ist die Durchführung einer Blutkultur bei Fieber unbekannter Ursache, Schüttelfrost und systemischen Infektionskrankheiten indiziert. Ziel ist eine zielgerichtete medikamentöse Behandlung.
Es wird empfohlen, die Blutproben vor dem Beginn einer antibiotischen oder fiebersenkenden Therapie zu entnehmen. Der ideale Zeitpunkt für die Entnahme ist ein aktueller Fieberanstieg.
Abnahmetechnik und Vermeidung von Kontaminationen
Um Verunreinigungen zu vermeiden, wird auf die Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen hingewiesen. Dazu gehören steriles Arbeiten und eine sorgfältige Desinfektion der Haut an der Punktionsstelle.
Die Quelle beschreibt folgendes Vorgehen zur Blutabnahme:
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Entnahme mehrerer Blutproben direkt in spezielle Nährmedien
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Bebrütung unter Luftabschluss (anaerobe Blutkultur)
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Bebrütung unter zusätzlicher Belüftung (aerobe Blutkultur)
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Wiederholung der Blutkultur im Abstand von mehreren Stunden
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Nutzung unterschiedlicher Punktionsorte für die Entnahmen
Interpretation der Ergebnisse
Eine positive Blutkultur weist auf eine Bakteriämie oder Sepsis hin. Es wird jedoch betont, dass auch eine Kontamination vorliegen kann, insbesondere beim Nachweis von Staphylococcus epidermidis.
Die diagnostische Aussagekraft ist laut Text dann sehr hoch, wenn ein und derselbe Erreger mehrmals nachgewiesen wird. Zudem müssen die klinischen Symptome zum nachgewiesenen Erreger passen.
Die Referenzwerte für Blutkulturen werden wie folgt angegeben:
| Patientengruppe | Alter | Referenzwert |
|---|---|---|
| Männer | bis 18 Jahre | negativ |
| Männer | über 18 Jahre | negativ |
| Frauen | bis 18 Jahre | negativ |
| Frauen | über 18 Jahre | negativ |
💡Praxis-Tipp
Ein häufiger Fallstrick in der Praxis ist die Kontamination der Blutkultur, beispielsweise durch Hautkeime wie Staphylococcus epidermidis. Um dies von einer echten Bakteriämie zu unterscheiden, wird die Entnahme mehrerer Blutkulturen an unterschiedlichen Punktionsorten und im zeitlichen Abstand beschrieben. Eine hohe diagnostische Sicherheit ergibt sich erst, wenn derselbe Erreger mehrfach wächst und zur Klinik passt.
Häufig gestellte Fragen
Laut Quelle sollte die Blutabnahme im Idealfall vor dem Beginn einer Antibiotikatherapie oder der Gabe fiebersenkender Mittel erfolgen. Als optimaler Zeitpunkt wird ein aktueller Fieberanstieg genannt.
Es wird auf peinlichst genaue Hygienemaßnahmen wie steriles Arbeiten und eine sorgfältige Hautdesinfektion hingewiesen. Zudem wird die Entnahme aus unterschiedlichen Punktionsorten beschrieben.
Der Text weist darauf hin, dass dieser Keim oft auf eine Verunreinigung (Kontamination) während der Blutabnahme hindeutet. Zur Bestätigung einer echten Infektion ist ein mehrmaliger Nachweis erforderlich.
Neben der Blutkultur nennt die Quelle erhöhte Leukozytenzahlen, CRP, Granulozyten-Elastase, Procalcitonin und Interleukin-6 als typische Entzündungsmarker im Blut.
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Quelle: Laborwert: Blutkultur aerob/anaerob (BKUAE/BKUAN) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.