Antistaphylolysin (ASTA): Gesundheit.gv.at

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Laut Gesundheit.gv.at sind Antistaphylolysine (ASTA) spezifische Antikörper, die das Immunsystem gegen das Bakteriengift Staphylolysin bildet. Dieses Toxin wird von Staphylokokken produziert und führt zur Zerstörung von roten Blutkörperchen (Hämolyse).

Staphylokokken werden in koagulase-negative (wie Staphylococcus epidermidis) und koagulase-positive (wie Staphylococcus aureus) Stämme unterteilt. Sie sind weit verbreitet und verursachen ein breites Spektrum an bakteriellen Erkrankungen.

Das klinische Bild reicht von leichten, eitrigen Hautinfektionen wie Follikulitis und Furunkeln bis hin zu schweren systemischen Verläufen. Zu den schweren Infektionen zählen Abszesse, Osteomyelitis und die Staphylokokken-Sepsis.

Empfehlungen

Der Text beschreibt folgende Kernaspekte zur Diagnostik und Therapie:

Diagnostik

Zur Diagnostik einer Staphylokokken-Infektion werden verschiedene Verfahren angeführt, wobei die Wertigkeit unterschiedlich beurteilt wird:

  • Bakterienkultur und Antibiogramm: Dies gilt als die beste Nachweismethode zur Anzüchtung und anschließenden Resistenztestung.

  • Mikroskopie: Dient dem Nachweis von Gram-positiven (blau gefärbten) Bakterienhaufen.

  • Serologie (ASTA): Die Bestimmung von Antistaphylolysin im Blut wird als wenig zuverlässig eingestuft.

Therapie

Die Behandlung richtet sich nach der Schwere der vorliegenden Infektion:

  • Bei leichten Hautinfektionen sind zumeist lokalhygienische Maßnahmen ausreichend.

  • Bei schweren Infektionen wird eine gezielte Antibiotikatherapie empfohlen.

  • Die Auswahl des Antibiotikums sollte idealerweise nach vorheriger Testung mittels Antibiogramm erfolgen.

MRSA und Infektionsschutz

Bei Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus (MRSA) werden strikte Maßnahmen zur Vermeidung nosokomialer Infektionen beschrieben:

  • Peinlichst genaue Einhaltung von Hygienerichtlinien, insbesondere Händedesinfektion und Einmalhandschuhe.

  • Quarantänemaßnahmen beim Auftreten von MRSA-Fällen.

  • Gegebenenfalls flächendeckende MRSA-Screenings im Vorfeld eines stationären Krankenhausaufenthalts.

Referenzwerte

Für die Interpretation der Antistaphylolysin-Werte im Blut werden folgende Referenzbereiche angegeben:

PatientengruppeAlterReferenzwertEinheit
Männer< 18 Jahre< 2,0U/mL
Männer> 18 Jahre< 2,0U/mL
Frauen< 18 Jahre< 2,0U/mL
Frauen> 18 Jahre< 2,0U/mL
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💡Praxis-Tipp

Die serologische Bestimmung von Antistaphylolysin (ASTA) wird als wenig zuverlässig eingestuft und eignet sich nicht als alleiniges Diagnostikum. Es wird stattdessen ein direkter Erregernachweis mittels Bakterienkultur und Antibiogramm empfohlen, um eine gezielte und resistenzgerechte Antibiotikatherapie zu ermöglichen.

Häufig gestellte Fragen

Ein erhöhter ASTA-Wert im Blut kann auf eine abgelaufene oder akute Infektion mit Staphylokokken hinweisen. Der Test gilt jedoch laut Quelle als wenig zuverlässig für die akute Diagnostik.

Der direkte Erregernachweis mittels Bakterienkultur wird als die beste Methode beschrieben. Ergänzend wird ein Antibiogramm empfohlen, um die Empfindlichkeit gegenüber Antibiotika zu testen.

Bei leichten Hautinfektionen wie einer Follikulitis sind in der Regel lokalhygienische Maßnahmen ausreichend. Eine systemische Antibiose ist hier meist nicht zwingend erforderlich.

Es wird eine strikte Einhaltung der Hygienerichtlinien, insbesondere die hygienische Händedesinfektion und das Tragen von Einmalhandschuhen, beschrieben. Zudem werden Quarantänemaßnahmen und prästationäre Screenings bei MRSA-Fällen empfohlen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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