Hämoglobin (Hb) Laborwert: Gesundheit.gv.at
Hintergrund
Hämoglobin (Hb), auch als roter Blutfarbstoff bekannt, ist der wichtigste Bestandteil der roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Es besteht aus einem Eiweißanteil (Globin) und mehreren Häm-Anteilen, in die Eisenatome eingelagert sind.
Die Hauptaufgabe des Hämoglobins ist die Gewährleistung des Sauerstofftransports im Blut. Der in der Lunge aufgenommene Sauerstoff bindet sich an die Eisenatome und wird so über die Arterien in alle Gewebe des Körpers transportiert.
Gleichzeitig wird das sauerstoffarme Blut über die Venen zum Herzen und zurück zur Lunge geführt, wo Kohlendioxid abgeatmet wird. Die Bestimmung des Hämoglobins erfolgt standardmäßig im Rahmen eines Blutbildes.
Empfehlungen
Die Informationen von Gesundheit.gv.at (2026) beschreiben die klinische Bedeutung des Hämoglobin-Wertes.
Referenzwerte
Die Quelle gibt folgende Referenzbereiche für Hämoglobin an. Es wird darauf hingewiesen, dass für Neugeborene abweichende Normalwerte gelten.
| Personengruppe | Alter | Referenzbereich |
|---|---|---|
| Männer | bis 18 Jahre | 13–17 g/dL |
| Männer | über 18 Jahre | 13–17 g/dL |
| Frauen | bis 18 Jahre | 12,5–15,0 g/dL |
| Frauen | über 18 Jahre | 12,5–15,0 g/dL |
Es wird betont, dass diese Werte als Orientierungshilfe dienen. Die Interpretation muss immer im klinischen Gesamtbild durch ärztliches Personal erfolgen.
Erniedrigtes Hämoglobin (Anämie)
Eine Verminderung des Hämoglobins bei normalem Blutvolumen wird als Blutarmut (Anämie) bezeichnet. Bei schweren Formen kann die Sauerstoffversorgung der Gewebe gefährdet sein, wobei das Herz als besonders anfällig gilt.
Laut Text wird eine Anämie durch folgende Hauptursachen ausgelöst:
-
Mangelhafte Erythrozytenbildung: Häufig durch Eisenmangel, aber auch durch Vitamin-B12- oder Folsäuremangel sowie einen Mangel an Erythropoetin (renale Anämie).
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Blutverlust: Beispielsweise durch Darmblutungen oder Verletzungen.
-
Gesteigerter Blutabbau (Hämolyse): Verursacht durch Malaria oder angeborene Hämoglobin-Erkrankungen wie Sichelzellenanämie, Thalassämie oder Kugelzellanämie.
In schweren Fällen einer Anämie wird die Durchführung einer Bluttransfusion als mögliche Maßnahme genannt.
Erhöhtes Hämoglobin (Polyglobulie)
Eine Vermehrung des Hämoglobins wird als Polyglobulie bezeichnet.
Diese Störung tritt laut Quelle bei folgenden Zuständen auf:
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Sauerstoffmangel (zum Beispiel bei Lungenerkrankungen)
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Hormonelle Störungen
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Bestimmte angeborene Hämoglobinerkrankungen
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Spezifische Leukämieformen
💡Praxis-Tipp
Ein isolierter Hämoglobin-Wert außerhalb des Referenzbereichs bedeutet nicht zwingend eine Erkrankung. Die Quelle betont, dass die Befundinterpretation immer im Zusammenhang mit Alter, Geschlecht, Krankengeschichte und weiteren Laborparametern erfolgen muss.
Häufig gestellte Fragen
Laut Gesundheit.gv.at liegt der Referenzbereich für Frauen (sowohl unter als auch über 18 Jahren) zwischen 12,5 und 15,0 g/dL. Es wird darauf hingewiesen, dass Labore unterschiedliche Messmethoden verwenden können, weshalb die Werte leicht abweichen können.
Ein erniedrigter Hb-Wert deutet auf eine Anämie hin. Die Quelle nennt als häufigste Ursachen einen Eisenmangel, Blutverluste (wie Darmblutungen) oder einen gesteigerten Blutabbau.
Ein erhöhter Hämoglobin-Wert wird als Polyglobulie bezeichnet. Dies kann laut Text durch Sauerstoffmangel bei Lungenerkrankungen, hormonelle Störungen oder bestimmte Leukämieformen verursacht werden.
Die Quelle gibt an, dass bei einer schwer ausgeprägten Anämie die Sauerstoffversorgung der Gewebe gefährdet ist. In solchen Fällen wird die Durchführung einer Bluttransfusion als mögliche therapeutische Maßnahme genannt.
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Quelle: Laborwert: Blutfarbstoff roter (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.