Coeruloplasmin (COER): Referenzwerte und Diagnostik
Hintergrund
Coeruloplasmin ist ein in der Leber gebildetes Eiweiß, das als primäres Transportprotein für das Spurenelement Kupfer im Blut fungiert. Das über die Nahrung aufgenommene Kupfer gelangt über den Dünndarm in die Leber, wird dort an Metallothioneine gebunden und verlässt die Leber größtenteils als Coeruloplasmin.
Die physiologische Ausscheidung von Kupfer erfolgt primär über die Galle und nur zu einem geringen Teil über die Nieren. Ein Kupfermangel führt zu einer verminderten Aktivität von Metalloenzymen, was sich klinisch in einer Anämie, Knochen- und Bindegewebsveränderungen sowie neurologischen Störungen äußern kann.
Eine zentrale angeborene Erkrankung des Kupferstoffwechsels ist der Morbus Wilson. Bei dieser Pathologie ist der Kupfereinbau in das Transportprotein Coeruloplasmin gestört, was zu toxischen Kupferablagerungen in der Leber (Leberzirrhose) und im Nervensystem (z.B. Demenz) führt.
💡Praxis-Tipp
Es wird darauf hingewiesen, dass Coeruloplasmin ein Akute-Phase-Protein ist. Bei der Interpretation der Laborwerte sollte berücksichtigt werden, dass akute Entzündungen, eine Hepatitis oder hämatologische Erkrankungen zu erhöhten Werten führen können. Ein unauffälliger Wert schließt daher bei gleichzeitiger systemischer Entzündung eine zugrundeliegende Störung des Kupferstoffwechsels nicht zwingend aus.
Häufig gestellte Fragen
Laut Quelle wird der Wert zur Untersuchung des Kupferstoffwechsels herangezogen. Dies ist besonders bei Verdacht auf Morbus Wilson oder bei unklaren Leber- und neurologischen Erkrankungen relevant.
Verminderte Werte können auf einen Morbus Wilson, chronische Lebererkrankungen wie eine Leberzirrhose oder auf einen Eiweißverlust über die Nieren (nephrotisches Syndrom) hindeuten.
Da es sich um ein Akute-Phase-Protein handelt, steigt der Wert bei Entzündungen an. Weitere Ursachen für eine Erhöhung sind akute Lebererkrankungen und bestimmte Bluterkrankungen wie Leukämien.
Die Ausscheidung von Kupfer erfolgt laut dem Text vor allem über die Galle. Nur ein sehr kleiner Teil wird über die Nieren ausgeschieden.
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Quelle: Laborwert: Coeruloplasmin (COER) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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