Laborwert Coeruloplasmin (COER): Gesundheit.gv.at
Hintergrund
Coeruloplasmin ist ein in der Leber gebildetes Eiweiß, das als primäres Transportprotein für das Spurenelement Kupfer im Blut fungiert. Das über die Nahrung aufgenommene Kupfer gelangt über den Dünndarm in die Leber, wird dort an Metallothioneine gebunden und verlässt die Leber größtenteils als Coeruloplasmin.
Die physiologische Ausscheidung von Kupfer erfolgt primär über die Galle und nur zu einem geringen Teil über die Nieren. Ein Kupfermangel führt zu einer verminderten Aktivität von Metalloenzymen, was sich klinisch in einer Anämie, Knochen- und Bindegewebsveränderungen sowie neurologischen Störungen äußern kann.
Eine zentrale angeborene Erkrankung des Kupferstoffwechsels ist der Morbus Wilson. Bei dieser Pathologie ist der Kupfereinbau in das Transportprotein Coeruloplasmin gestört, was zu toxischen Kupferablagerungen in der Leber (Leberzirrhose) und im Nervensystem (z.B. Demenz) führt.
Empfehlungen
Die Informationen von Gesundheit.gv.at beschreiben die Diagnostik und Interpretation des Laborwerts Coeruloplasmin.
Diagnostik des Kupferstoffwechsels
Zur Untersuchung des Kupferstoffwechsels wird die Bestimmung von Coeruloplasmin im Blut beschrieben. Ergänzend können der Kupferspiegel im Blut sowie die Kupferausscheidung im Harn gemessen werden.
Interpretation erniedrigter Werte
Verminderte Coeruloplasminwerte im Blut können laut Quelle bei folgenden Erkrankungen auftreten:
-
Morbus Wilson (angeborene Störung des Kupferstoffwechsels)
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Chronische Lebererkrankungen (z.B. Leberzirrhose)
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Nierenerkrankungen mit renalem Eiweißverlust (nephrotisches Syndrom)
Interpretation erhöhter Werte
Da Coeruloplasmin als Akute-Phase-Protein fungiert, können erhöhte Werte bei folgenden Zuständen vorkommen:
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Entzündliche Prozesse
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Akute Lebererkrankungen (z.B. Hepatitis)
-
Hämatologische Erkrankungen (z.B. Leukämien, Morbus Hodgkin)
Referenzwerte
Die Quelle gibt folgende Orientierungswerte für Coeruloplasmin im Blut an. Es wird betont, dass diese je nach Labor und Testmethode abweichen können und stets im klinischen Gesamtbild interpretiert werden müssen.
| Geschlecht | Alter | Referenzbereich |
|---|---|---|
| Männer | bis 18 Jahre | 23–43 mg/dL |
| Männer | über 18 Jahre | 25–63 mg/dL |
| Frauen | bis 18 Jahre | 23–43 mg/dL |
| Frauen | über 18 Jahre | 25–63 mg/dL |
💡Praxis-Tipp
Es wird darauf hingewiesen, dass Coeruloplasmin ein Akute-Phase-Protein ist. Bei der Interpretation der Laborwerte sollte berücksichtigt werden, dass akute Entzündungen, eine Hepatitis oder hämatologische Erkrankungen zu erhöhten Werten führen können. Ein unauffälliger Wert schließt daher bei gleichzeitiger systemischer Entzündung eine zugrundeliegende Störung des Kupferstoffwechsels nicht zwingend aus.
Häufig gestellte Fragen
Laut Quelle wird der Wert zur Untersuchung des Kupferstoffwechsels herangezogen. Dies ist besonders bei Verdacht auf Morbus Wilson oder bei unklaren Leber- und neurologischen Erkrankungen relevant.
Verminderte Werte können auf einen Morbus Wilson, chronische Lebererkrankungen wie eine Leberzirrhose oder auf einen Eiweißverlust über die Nieren (nephrotisches Syndrom) hindeuten.
Da es sich um ein Akute-Phase-Protein handelt, steigt der Wert bei Entzündungen an. Weitere Ursachen für eine Erhöhung sind akute Lebererkrankungen und bestimmte Bluterkrankungen wie Leukämien.
Die Ausscheidung von Kupfer erfolgt laut dem Text vor allem über die Galle. Nur ein sehr kleiner Teil wird über die Nieren ausgeschieden.
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Quelle: Laborwert: Coeruloplasmin (COER) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.