Clostridium-difficile-Kultur: Diagnostik und Therapie
Hintergrund
Diese Zusammenfassung basiert auf den Informationen von Gesundheit.gv.at zur Clostridium-difficile-Bakterienkultur. Clostridium difficile ist ein grampositives, anaerobes und sporenbildendes Stäbchenbakterium.
Es gilt als häufigster Erreger der Antibiotika-assoziierten Kolitis und ist eine der häufigsten Ursachen für nosokomiale Infektionen. Die Infektion entsteht meist, wenn die natürliche Darmflora durch eine Antibiotikatherapie gestört wird.
Besonders häufig wird diese Fehlbesiedelung durch die Gabe von Cephalosporinen oder Fluorchinolonen ausgelöst. Die krankmachende Wirkung beruht primär auf der Bildung von Toxinen (Toxin A und B), welche die Darmschleimhaut schädigen und zu massiven Flüssigkeitsverlusten führen.
💡Praxis-Tipp
Laut Leitlinie ist bei Verdacht auf eine Clostridium-difficile-Infektion der Toxinnachweis klinisch relevanter als die reine Bakterienkultur. Da die Beschwerden primär durch die bakteriellen Giftstoffe verursacht werden, sollte die Diagnostik primär auf den Nachweis dieser Toxine oder der entsprechenden Toxingene ausgerichtet sein.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie können prinzipiell alle Antibiotika eine solche Infektion auslösen. Besonders häufig tritt diese Komplikation jedoch bei der Behandlung mit Cephalosporinen und Fluorchinolonen auf.
Die Leitlinie beschreibt wässrige bis breiige, nicht blutige Durchfälle mit typisch fauligem Geruch als Leitsymptome. Zusätzlich können Fieber, Übelkeit, Erbrechen und kolikartige Bauchschmerzen auftreten.
Es wird empfohlen, die auslösende Antibiotikatherapie sofort zu beenden. Zur spezifischen Behandlung wird eine orale Therapie mit Metronidazol oder Vancomycin genannt, begleitet von strengen Isolationsmaßnahmen.
Für die Clostridium-difficile-Bakterienkultur wird primär Stuhl als Untersuchungsmaterial verwendet. In selteneren Fällen können laut Leitlinie auch Gewebeproben der Dickdarmschleimhaut herangezogen werden.
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Quelle: Laborwert: Clostridium-difficile-Bakterienkultur (CDKLT) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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