Antibiogramm (MBABG): Gesundheit.gv.at
Hintergrund
Das Antibiogramm ist ein zentrales Untersuchungsverfahren der medizinischen Mikrobiologie. Es dient dem Nachweis von Antibiotikaresistenzen und der Bestimmung der Wirksamkeit verschiedener Antibiotika gegen spezifische Bakterien.
Bakterien können sowohl Teil der gesunden Normalflora (wie Darm- oder Hautflora) sein als auch pathogene Infektionen auslösen. Zur Abklärung bakterieller Infektionen kommen direkte Nachweisverfahren wie die Bakterienkultur zum Einsatz, an die sich das Antibiogramm anschließt.
Die Untersuchungsmaterialien variieren je nach klinischer Fragestellung und umfassen unter anderem Blut, Harn, Liquor, Abstriche oder Biopsien. Ziel ist es, eine zielgerichtete und effektive antibiotische Therapie zu ermöglichen.
Empfehlungen
Die Informationen von Gesundheit.gv.at (Stand 2026) beschreiben folgende Kernaspekte zur Durchführung und Interpretation:
Indikation und Voraussetzungen
Ein Antibiogramm wird als weiterführende Labormethode im Anschluss an eine erfolgreiche Bakterienkultur durchgeführt. Zunächst müssen die Bakterien durch Anzucht vermehrt und identifiziert werden.
Testmethoden
Für die Durchführung eines Antibiogramms stehen verschiedene etablierte Verfahren zur Verfügung. Diese dienen primär der Ermittlung der minimalen Hemmkonzentration (MHK):
| Methode | Funktionsweise | Zielgröße |
|---|---|---|
| Agardiffusionstest | Antibiotikagetränkte Plättchen auf Kulturmedium; Ausmessung der Hemmhöfe | Sensibilität/Resistenz |
| Reihenverdünnungstest | Austestung in Verdünnungsreihen | Minimale Hemmkonzentration (MHK) |
| E-Test | Plastikstreifen mit standardisiertem Antibiotikagradient | Ablesen der MHK an Skalierung |
| Agardilutionstest | Nährmedien mit eingegossenen Antibiotika in verschiedenen Verdünnungen | Resistenzermittlung |
Interpretation der Ergebnisse
Die Auswertung des Antibiogramms basiert auf der ermittelten MHK. Diese spiegelt die Empfindlichkeit des Erregers gegenüber dem jeweiligen Antibiotikum wider.
Folgende Grundsätze gelten für die Befundung:
-
Es gibt keine klassischen Referenzwerte für das Antibiogramm.
-
Der Laborbefund listet diejenigen Antibiotika auf, gegen die der Bakterienstamm sensibel ist.
-
Wird eine Unempfindlichkeit (Resistenz) festgestellt, darf das entsprechende Antibiotikum keinesfalls für die Behandlung verwendet werden.
💡Praxis-Tipp
Es wird darauf hingewiesen, dass für das Antibiogramm keine numerischen Referenzwerte existieren. Stattdessen liefert der Befund eine qualitative Auflistung sensibler Wirkstoffe, wobei als resistent getestete Antibiotika zwingend von der Therapieauswahl ausgeschlossen werden müssen.
Häufig gestellte Fragen
Die minimale Hemmkonzentration beschreibt die geringste Menge eines Antibiotikums, die erforderlich ist, um das Wachstum eines bestimmten bakteriellen Erregers zu hemmen. Laut Quelle wird dieser Wert im Antibiogramm beispielsweise durch Reihenverdünnungstests oder E-Tests ermittelt.
Beim Agardiffusionstest werden antibiotikagetränkte Plättchen auf ein mit Bakterien beimpftes Kulturmedium gelegt. Die Quelle beschreibt, dass nach der Inkubation anhand der Größe der entstehenden Hemmhöfe auf eine mögliche Antibiotikaresistenz geschlossen wird.
Es wird darauf hingewiesen, dass es für das Antibiogramm keine klassischen Referenz- oder Normwerte gibt. Der Laborbefund listet stattdessen auf, gegen welche Antibiotika der identifizierte Bakterienstamm sensibel reagiert.
Je nach medizinischer Fragestellung können verschiedenste Untersuchungsmaterialien herangezogen werden. Dazu zählen laut Text unter anderem Blut, Harn, Stuhl, Liquor, Abstriche, Biopsien oder Punktate.
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Quelle: Laborwert: Antibiogramm (MBABG) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.