C1-Esterase-Inhibitor: Referenzwerte und Indikation
Hintergrund
Dieser Artikel basiert auf den Informationen des Gesundheitsportals Gesundheit.gv.at zur Labordiagnostik des C1-Esterase-Inhibitors. Da es sich um eine Kurzinformation handelt, wurden allgemeine medizinische Hintergründe zum besseren Verständnis ergänzt.
Der C1-Esterase-Inhibitor (auch C1-Inaktivator oder C1-INH) ist ein wichtiger Bestandteil des Komplementsystems. Dieses System ist Teil der körpereigenen Immunabwehr und besteht aus verschiedenen Eiweißstoffen und Enzymen, die vorwiegend in der Leber gebildet werden.
Die Hauptaufgabe des Komplementsystems liegt in der Abwehr von körperfremden Strukturen wie Bakterien oder Tumorzellen. Der C1-Esterase-Inhibitor fungiert dabei als regulatorischer Hemmstoff, um eine überschießende Immunreaktion zu verhindern.
💡Praxis-Tipp
Bei der Abklärung eines Angioödems sollte neben dem C1-Esterase-Inhibitor stets auch der Komplementfaktor C4 bestimmt werden, da dieser bei einem C1-INH-Mangel ebenfalls erniedrigt ist. Erhöhte C1-INH-Werte sind hingegen als unspezifische Entzündungsreaktion zu werten und haben laut Quelle keine eigenständige diagnostische Relevanz.
Häufig gestellte Fragen
Die Bestimmung erfolgt primär bei Verdacht auf ein Angioödem (Quincke-Ödem). Dies ist besonders bei plötzlichen Schwellungen der Haut oder Schleimhäute, etwa im Gesicht oder Rachenraum, indiziert.
Niedrige Werte deuten auf ein angeborenes oder erworbenes Angioödem hin. Erworbene Formen können unter anderem im Rahmen von lymphatischen Tumorerkrankungen oder Autoimmunerkrankungen auftreten.
Laut Quelle treten erhöhte Werte bei allgemeinen Entzündungsreaktionen auf, haben aber keinen spezifischen Krankheitswert. Für die Entzündungsdiagnostik wird stattdessen die Bestimmung von CRP oder der Blutsenkung empfohlen.
Zur diagnostischen Abklärung wird zusätzlich die Bestimmung des Komplementfaktors C4 empfohlen. Bei einem Mangel an C1-Esterase-Inhibitor ist der C4-Wert typischerweise ebenfalls erniedrigt.
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Quelle: Laborwert: C1-Esterase-Inhibitor (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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