C-13-Harnstoff-Atemtest: Gesundheit.gv.at
Hintergrund
Die Leitlinie des österreichischen Gesundheitsportals (Gesundheit.gv.at) beschreibt den C-13-Harnstoff-Atemtest als diagnostisches Verfahren zum Nachweis einer bakteriellen Infektion mit Helicobacter pylori. Diese gramnegativen Stäbchenbakterien besiedeln die Magenschleimhaut und werden mit chronischer Gastritis, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren sowie Magenkarzinomen und MALT-Lymphomen assoziiert.
Das Testprinzip beruht auf der starken Urease-Aktivität des Bakteriums. Durch die Spaltung von verabreichtem, nicht-radioaktivem C-13-Harnstoff wird das Isotop in der Atemluft messbar, was einen Rückschluss auf die bakterielle Besiedlung zulässt.
Empfehlungen
Die Leitlinie formuliert folgende Kernaspekte zur Diagnostik und Therapie:
Testdurchführung und Diagnostik
Für die Durchführung des C-13-Harnstoff-Atemtests wird folgendes Vorgehen beschrieben:
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Gewinnung einer ersten Atemluftprobe als Leerwert.
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Einnahme von 80 Milligramm C-13-Harnstoff.
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Entnahme einer zweiten Atemluftprobe (Stimulationswert) nach 30 Minuten.
Neben dem Atemtest werden laut Leitlinie auch Antigentests im Stuhl, Antikörperbestimmungen im Blut sowie die Gastroskopie mit Biopsie (Kultur, PCR, Histologie) zur Diagnostik eingesetzt.
Interpretation und Referenzwerte
Die Testergebnisse können qualitativ oder quantitativ (als Delta-Wert in Promille) angegeben werden. Die Leitlinie nennt folgende Referenzwerte:
| Parameter | Referenzwert | Interpretation |
|---|---|---|
| Qualitativ | negativ | Keine aktuelle Infektion wahrscheinlich |
| Quantitativ (Delta-Wert) | < 4 ‰ | Unauffälliger Befund |
Ein positiver Test weist mit einer Sensitivität von 94 % und einer Spezifität von 100 % auf eine Infektion hin. Ein negativer Test schließt eine Infektion aufgrund möglicher falsch-negativer Ergebnisse nicht vollständig aus.
Therapie der Helicobacter-pylori-Infektion
Bei einer nachgewiesenen Infektion als Ursache einer chronischen Gastritis (Typ B) wird eine Eradikationstherapie empfohlen. Diese besteht laut Leitlinie aus einer einwöchigen Tripel-Therapie:
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Einem Protonenpumpenhemmer (PPI)
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Clarithromycin
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Amoxicillin
💡Praxis-Tipp
Ein negativer C-13-Harnstoff-Atemtest schließt eine Infektion mit Helicobacter pylori nicht mit absoluter Sicherheit aus, da die Sensitivität des Tests bei 94 Prozent liegt. Es wird empfohlen, das Testergebnis stets in Zusammenschau mit der klinischen Symptomatik und weiteren Befunden zu interpretieren.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie wird zunächst eine Atemprobe als Leerwert abgenommen. Anschließend erfolgt die Einnahme von 80 mg C-13-Harnstoff, bevor nach 30 Minuten eine zweite Atemprobe gesammelt wird.
Nein, die Leitlinie stellt klar, dass der für die Untersuchung verwendete C-13-Harnstoff nicht radioaktiv ist.
Ein quantitativer Wert von unter 4 Promille (‰) gilt laut Leitlinie als negativer Befund. Dies spricht gegen eine aktuelle Infektion mit Helicobacter pylori.
Es wird eine einwöchige Tripel-Therapie zur Eradikation empfohlen. Diese besteht aus einem Protonenpumpenhemmer in Kombination mit den Antibiotika Clarithromycin und Amoxicillin.
Die Infektion wird mit chronischer Gastritis sowie Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren in Verbindung gebracht. Zudem nennt die Leitlinie Adenokarzinome des Magens und MALT-Lymphome als mögliche Folgeerkrankungen.
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Quelle: Laborwert: C-13-Harnstoff-Atemtest (C13ATQL) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.