Helicobacter-pylori-Antikörper IgG: Gesundheit.gv.at
Hintergrund
Helicobacter pylori ist ein gramnegatives Stäbchenbakterium, das die Magenschleimhaut besiedeln kann. Eine Infektion wird mit chronischer Gastritis, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren sowie Magenkarzinomen und MALT-Lymphomen in Verbindung gebracht.
Die Bestimmung von Helicobacter-pylori-Antikörpern vom Typ IgG und IgA im Blut dient der Abklärung eines Infektionsverdachts. Es handelt sich um ein indirektes Nachweisverfahren, das die immunologische Reaktion des Körpers auf den Erreger misst.
Als primäres Testverfahren werden Enzym-Immunoassays (EIA) eingesetzt. Zur Bestätigung der serologischen Ergebnisse kann ein Immunoblot-Test herangezogen werden.
Empfehlungen
Die Leitlinie von Gesundheit.gv.at formuliert folgende Kernaussagen zur Diagnostik und Therapie:
Diagnostik und Interpretation
Zur Bewertung der Serologie müssen IgG- und IgA-Antikörper sowie eventuelle Immunoblot-Ergebnisse gemeinsam begutachtet werden.
Ein akutes Geschehen wird laut Leitlinie durch hoch positive IgA-Werte sowie einen Anstieg der IgG-Werte innerhalb von zwei Wochen angezeigt.
Bei grenzwertigen oder unklaren serologischen Ergebnissen wird der Immunoblot empfohlen, da dieser eine höhere Spezifität aufweist.
Diagnostik der chronischen Gastritis
Als wichtigstes Verfahren zur Diagnose einer chronischen Gastritis wird die Magenspiegelung (Gastroskopie) genannt. Hierbei können Gewebeproben für Histologie, Kultur und PCR gewonnen werden.
Zusätzlich zur Gastroskopie listet die Leitlinie folgende nicht-invasive Verfahren zum Nachweis einer Infektion auf:
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Helicobacter-pylori-Schnelltest im Stuhl
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C-13-Harnstoff-Atemtest
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Helicobacter-pylori-Antikörper im Blut
Therapie
Bei einer nachgewiesenen Helicobacter-pylori-Infektion wird eine Eradikationstherapie beschrieben. Diese besteht aus einer einwöchigen Tripel-Therapie mit einem Protonenpumpenhemmer und zwei Antibiotika (Clarithromycin und Amoxicillin).
Bei Gastritisformen vom Typ A (Autoimmungastritis) und Typ C (chemische Gastritis) gelten Protonenpumpenhemmer als Mittel der Wahl.
Komplikationen
Die Leitlinie betont die Wichtigkeit einer konsequenten Therapie, um schwerwiegende Folgen zu vermeiden. Dazu zählen:
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Magengeschwüre (Magenulkus)
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Atrophie der Magenschleimhaut mit Vitamin-B12-Mangel (perniziöse Anämie)
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Magenkarzinome und MALT-Lymphome
Referenzwerte
Die Leitlinie gibt folgende Referenzbereiche für Helicobacter-pylori-IgG-Antikörper an:
| Patientengruppe | Referenzwert | Einheit |
|---|---|---|
| Männer bis 18 Jahre | <20 | U/mL |
| Männer über 18 Jahre | <20 | U/mL |
| Frauen bis 18 Jahre | <20 | U/mL |
| Frauen über 18 Jahre | <20 | U/mL |
Es wird darauf hingewiesen, dass diese Werte als Orientierungshilfe dienen und laborabhängig variieren können.
💡Praxis-Tipp
Laut Leitlinie sind bei unklaren oder grenzwertigen serologischen Befunden die Ergebnisse eines Immunoblot-Tests aufgrund der höheren Spezifität zuverlässiger. Es wird zudem darauf hingewiesen, dass hoch positive IgA-Werte in Kombination mit einem IgG-Anstieg innerhalb von zwei Wochen stark auf eine akute Infektion hindeuten.
Häufig gestellte Fragen
Ein akutes Geschehen zeigt sich laut Leitlinie durch hoch positive IgA-Werte sowie einen Anstieg der IgG-Werte innerhalb von zwei Wochen. Zur Bestätigung kann ein spezifischerer Immunoblot-Test eingesetzt werden.
Die Leitlinie beschreibt eine einwöchige Tripel-Therapie zur Eradikation. Diese besteht aus einem Protonenpumpenhemmer kombiniert mit den Antibiotika Clarithromycin und Amoxicillin.
Für alle Altersgruppen und Geschlechter wird ein Referenzwert von unter 20 U/mL angegeben. Es wird jedoch betont, dass diese Werte je nach Labor und Testmethode variieren können.
Es wird vor der Entstehung von Magengeschwüren, Magenkarzinomen und MALT-Lymphomen gewarnt. Zudem kann eine Atrophie der Magenschleimhaut zu einem Vitamin-B12-Mangel und einer perniziösen Anämie führen.
Neben der Antikörperbestimmung im Blut nennt die Leitlinie den Helicobacter-pylori-Schnelltest im Stuhl. Alternativ kann ein C-13-Harnstoff-Atemtest durchgeführt werden.
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Quelle: Laborwert: Helicobacter-pylori-Antikörper IgG (HPG) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.