Laborwert Blasten (BLA): Gesundheit.gv.at
Hintergrund
Blasten sind unreife Vorläuferzellen der weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Normalerweise kommen diese Zellen ausschließlich im Knochenmark vor, wo die Blutbildung (Granulopoese) stattfindet. Zu den Vorstufen zählen neben den Blasten auch Promyelozyten, Myelozyten und Metamyelozyten.
Im Knochenmark beträgt der physiologische Blastenanteil weniger als fünf Prozent. Ein Auftreten von Blasten im peripheren Blut ist ein auffälliger Befund, der im Rahmen eines manuellen Differenzialblutbildes oder als labormedizinischer Kommentar erfasst wird.
Diese Zusammenfassung basiert auf den Informationen des Gesundheitsportals Gesundheit.gv.at. Da es sich um einen kurzen Quelltext handelt, wurden allgemeine labormedizinische Zusammenhänge zur besseren Verständlichkeit strukturiert aufbereitet.
Empfehlungen
Das Gesundheitsportal Gesundheit.gv.at beschreibt folgendes Vorgehen bei der Detektion von Blasten:
Ursachen und Differenzialdiagnostik
Im peripheren Blut können Blasten bei schweren Entzündungen, nach einer Chemotherapie oder bei Leukämien auftreten. Optisch lassen sich die zwei Hauptformen im Blutausstrich kaum voneinander unterscheiden:
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Myeloische Blasten (Myeloblasten): Unreife Vorläuferzellen der Granulozyten.
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Lymphatische Blasten (Lymphoblasten): Besondere Formen von aktivierten oder bösartigen Lymphozyten.
Weiterführende Diagnostik
Finden sich im Blutausstrich verdächtige Zellen, wird eine weiterführende Abklärung empfohlen. Zur genauen Unterscheidung der Zelltypen ist eine Leukozytentypisierung erforderlich.
Diese erfolgt mittels Durchflusszytometrie (FACS - Fluorescence Activated Cell Sorting). Bei Verdacht auf eine Leukämie wird zudem eine Knochenmarkuntersuchung (Knochenmarkpunktion) beschrieben.
Leukämie-Klassifikation und Therapie
Leukämien werden anhand verschiedener Kriterien eingeteilt. Die Quelle nennt folgende Hauptkategorien:
| Kriterium | Ausprägung | Beschreibung |
|---|---|---|
| Zelltyp | Myeloisch | Ursprung in Myeloblasten |
| Zelltyp | Lymphatisch | Ursprung in Lymphoblasten |
| Verlauf | Akut | Meist dramatischer, lebensbedrohlicher Verlauf |
| Verlauf | Chronisch | Meist weniger dramatischer, protrahierter Verlauf |
Weitere Einteilungskriterien sind der Reifegrad und die Menge der Leukämiezellen im Blut.
Die Behandlung richtet sich nach der spezifischen Leukämieform und dem Verlauf. Als therapeutische Optionen werden Chemotherapie, Knochenmarktransplantation und Stammzelltransplantation genannt. Bei bestimmten Formen, wie der symptomlosen chronisch lymphatischen Leukämie (CLL), ist laut Quelle nicht zwingend eine sofortige Behandlung notwendig.
💡Praxis-Tipp
Für Blasten gibt es im peripheren Blut keine Referenzwerte, da ihr Vorhandensein dort immer als pathologisch gilt. Es wird darauf hingewiesen, dass die optische Unterscheidung zwischen myeloischen und lymphatischen Blasten im Blutausstrich kaum möglich ist und daher bei einem Nachweis stets eine durchflusszytometrische Typisierung (FACS) erfolgen sollte.
Häufig gestellte Fragen
Blasten sind unreife Vorstufen der weißen Blutkörperchen. Laut Gesundheit.gv.at kommen sie normalerweise nur im Knochenmark vor und sind im peripheren Blut ein Hinweis auf Erkrankungen wie Leukämien oder schwere Entzündungen.
Für das periphere Blut gibt es keine Referenzwerte, da Blasten dort physiologisch nicht vorkommen. Im Knochenmark liegt der normale Anteil laut Quelle bei unter fünf Prozent.
Bei einem Nachweis im Blutausstrich wird eine weiterführende Diagnostik empfohlen. Dazu gehören eine Leukozytentypisierung mittels Durchflusszytometrie (FACS) sowie gegebenenfalls eine Knochenmarkpunktion.
Ja, das ist möglich. Die Quelle beschreibt, dass Blasten auch bei schweren Entzündungen oder als Folge einer Chemotherapie im peripheren Blutausstrich gefunden werden können.
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Quelle: Laborwert: Blasten (BLA) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.