Laborwert Basophile Granulozyten: Gesundheit.gv.at

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Basophile Granulozyten sind spezialisierte weiße Blutkörperchen (Leukozyten). Sie spielen laut der Leitlinie von Gesundheit.gv.at eine wichtige Rolle bei bestimmten allergischen Erkrankungen.

Bei der mikroskopischen Untersuchung eines Blutausstrichs fallen diese Zellen durch blau angefärbte Granula im Zytoplasma auf. Dies zeigt sich typischerweise bei Färbungen nach Wright oder May-Grünwald-Giemsa.

Die genaue biologische Funktion der basophilen Granulozyten ist bis heute nicht restlos geklärt. Die Bestimmung dieses Laborwertes erfolgt routinemäßig im Rahmen des Differenzialblutbildes.

Empfehlungen

Bestimmung im Differenzialblutbild

Die Auswertung der Basophilen erfolgt entweder automatisiert durch ein Analysegerät oder manuell durch Ausstreichen, Färben und Auszählen im Labor. Die Werte werden stets in zwei Formaten angegeben:

  • Relativer Wert (%): Anteil der Basophilen an der gesamten Leukozytenzahl. Die Summe aller Leukozyten-Untergruppen muss 100 Prozent ergeben.

  • Absoluter Wert (G/L): Die Summe der absoluten Zahlen aller Zellgruppen ergibt den gesamten Leukozytenwert.

Erhöhte Werte (Basophilie)

Eine Erhöhung der basophilen Granulozyten wird als Basophilie bezeichnet. Diese findet sich unter anderem bei folgenden Erkrankungen:

  • Chronisch myeloische Leukämie (CML)

  • Andere Erkrankungen des Knochenmarks

  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)

Erniedrigte Werte

Eine Erniedrigung der Basophilen kann ebenfalls diagnostische Hinweise liefern. Sie tritt laut Leitlinie unter anderem in folgenden Fällen auf:

  • Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)

  • Bestimmte allergische Hautreaktionen

Referenzwerte

Die Leitlinie gibt folgende allgemeine Referenzwerte für basophile Granulozyten an. Für Neugeborene gelten abweichende Normalwerte.

PatientengruppeRelativer Wert (%)Absoluter Wert (G/L)
Männer (bis 18 Jahre)0 - 2 %0,0 - 0,2 G/L
Männer (über 18 Jahre)0 - 2 %0,0 - 0,2 G/L
Frauen (bis 18 Jahre)0 - 2 %0,0 - 0,2 G/L
Frauen (über 18 Jahre)0 - 2 %0,0 - 0,2 G/L
Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Es wird darauf hingewiesen, dass Referenzwerte lediglich als Orientierungshilfe dienen und je nach Labor und Testmethode variieren können. Die Leitlinie betont, dass ein isolierter Laborwert außerhalb des Normbereichs auch bei völliger Gesundheit auftreten kann. Daher wird empfohlen, Laborergebnisse stets im klinischen Gesamtbild unter Berücksichtigung von Alter, Geschlecht und Medikation zu interpretieren.

Häufig gestellte Fragen

Eine sogenannte Basophilie kann laut Leitlinie auf eine chronisch myeloische Leukämie oder andere Knochenmarkserkrankungen hinweisen. Auch eine Schilddrüsenunterfunktion kommt als Ursache infrage.

Erniedrigte Werte finden sich unter anderem bei einer Schilddrüsenüberfunktion. Zudem können bestimmte allergische Hautreaktionen zu einem Abfall der basophilen Granulozyten führen.

Bei Erwachsenen und Kindern bis 18 Jahren liegt der normale relative Anteil bei 0 bis 2 Prozent der Leukozyten. Der absolute Normwert wird mit 0,0 bis 0,2 G/L angegeben, wobei für Neugeborene abweichende Werte gelten.

Die Bestimmung erfolgt im Rahmen des Differenzialblutbildes. Dies kann laut Leitlinie entweder automatisiert durch ein Analysegerät oder manuell durch einen gefärbten Blutausstrich durchgeführt werden.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: Laborwert: Basophile (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien