Metamyelozyten (MET) im Blutbild: Gesundheit.gv.at
Hintergrund
Die folgenden Informationen basieren auf den Angaben von Gesundheit.gv.at zum Laborwert Metamyelozyten (MET). Metamyelozyten sind nicht mehr teilungsfähige Vorläuferzellen der weißen Blutkörperchen (Leukozyten).
Normalerweise findet die Bildung der weißen Blutkörperchen, die sogenannte Granulopoese, im Knochenmark statt. Im peripheren Blut sind Metamyelozyten bei gesunden Menschen nur vereinzelt zu finden.
Die Entwicklungsreihe der Granulozytopoese verläuft von Blasten über Promyelozyten und Myelozyten hin zu den Metamyelozyten. Diese Zellen werden im Rahmen eines manuellen Differenzialblutbildes erfasst oder als Kommentar auf dem Laborbefund vermerkt.
Empfehlungen
Befundinterpretation und Linksverschiebung
Ein vermehrtes Auftreten von Metamyelozyten sowie jungen neutrophilen Granulozyten (Stabkernigen) im Blut wird als Linksverschiebung bezeichnet. Es werden zwei Formen unterschieden:
| Form der Linksverschiebung | Ursache |
|---|---|
| Reaktive Linksverschiebung | Tritt bei einer Vielzahl von Infektionserkrankungen und schweren Entzündungen auf. |
| Pathologische Linksverschiebung | Kann bei Leukämien auftreten. |
Diagnostik bei Leukämieverdacht
Eine Leukämie ist eine bösartige Erkrankung des Knochenmarks mit ungehemmter Bildung von weißen Blutkörperchen. Die Einteilung erfolgt nach verschiedenen Kriterien:
| Kriterium | Ausprägung |
|---|---|
| Typ der Vorläuferzelle | Myeloblasten (myeloische Leukämie), Lymphoblasten (lymphatische Leukämie) |
| Verlaufsform | Akut (dramatisch, lebensbedrohlich), Chronisch (protrahiert) |
Bei verdächtigen Zellen im Blutausstrich ist eine weiterführende Abklärung erforderlich. Folgende diagnostische Schritte werden genannt:
-
Leukozytentypisierung mittels Durchflusszytometrie (FACS)
-
Knochenmarkuntersuchung (Knochenmarkpunktion)
Therapieansätze
Die Behandlung einer Leukämie hängt von der Form und dem Verlauf ab. Bei symptomlosen Formen, wie der chronisch lymphatischen Leukämie (CLL), ist teilweise keine Behandlung notwendig.
Als Therapiemöglichkeiten bei behandlungsbedürftigen Verläufen werden Chemotherapie, Knochenmarktransplantation und Stammzelltransplantation aufgeführt.
💡Praxis-Tipp
Für Metamyelozyten gibt es keine festen Referenzwerte im peripheren Blut, da sie dort physiologischerweise kaum vorkommen. Es wird betont, dass das Auftreten dieser Vorläuferzellen im Differenzialblutbild stets im klinischen Gesamtbild interpretiert werden muss, um zwischen einer reaktiven Entzündung und einer pathologischen Knochenmarkserkrankung zu unterscheiden.
Häufig gestellte Fragen
Metamyelozyten sind unreife Vorläuferzellen der weißen Blutkörperchen. Sie kommen normalerweise fast ausschließlich im Knochenmark vor und sind im peripheren Blut nur vereinzelt zu finden.
Eine Linksverschiebung beschreibt das vermehrte Auftreten von unreifen weißen Blutkörperchen, wie Metamyelozyten und stabkernigen Granulozyten, im Blut. Laut Quelle kann dies reaktiv bei Infektionen oder pathologisch bei Leukämien auftreten.
Ein erster Verdacht kann durch die Untersuchung des peripheren Blutes gestellt werden. Bei Auffälligkeiten erfolgt eine Leukozytentypisierung (Durchflusszytometrie) sowie eine Knochenmarkpunktion.
Es gibt keine definierten Referenzwerte für Metamyelozyten im peripheren Blut. Da sie dort normalerweise nur vereinzelt vorkommen, wird ihr Auftreten meist als Kommentar im manuellen Differenzialblutbild vermerkt.
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Quelle: Laborwert: Metamyelozyten (MET) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.