Klinische Ernährung im Alter: Prävention und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF S3-Leitlinie "Klinische Ernährung und Hydrierung im Alter" adressiert die weitreichenden negativen Folgen von Mangelernährung, Dehydratation, Sarkopenie und Adipositas bei älteren Menschen. Physiologisches Altern und geriatrietypische Multimorbidität erhöhen die Vulnerabilität dieser Patientengruppe erheblich.

Ziel der Ernährungsmaßnahmen ist es, eine adäquate Zufuhr von Energie, Makro- und Mikronährstoffen sowie Flüssigkeit sicherzustellen. Dadurch sollen der Ernährungszustand, die körperliche Funktionalität und die Selbstständigkeit der Betroffenen bestmöglich erhalten oder verbessert werden.

Die Empfehlungen richten sich an alle Berufsgruppen, die in der ambulanten und stationären Versorgung älterer Menschen tätig sind. Ein ganzheitlicher, multiprofessioneller Ansatz wird dabei als essenziell erachtet, um den komplexen Bedürfnissen im Alter gerecht zu werden.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiges Risiko bei der Wiederaufnahme der Ernährung nach längerer Karenz oder bei starker Mangelernährung ist das Refeeding-Syndrom. Die Leitlinie betont, dass die enterale oder parenterale Ernährung in diesen Fällen zwingend mit geringen Mengen begonnen werden muss. Es wird eine schrittweise Steigerung unter engmaschiger Kontrolle der Elektrolyte, insbesondere Phosphat, empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist die Bestimmung der Serum-Osmolalität der zuverlässigste Parameter zur Diagnose einer hypertonen Dehydratation (Grenzwert > 300 mOsm/kg). Von der alleinigen Beurteilung klinischer Zeichen wie dem Hautturgor oder der Mundtrockenheit wird explizit abgeraten.

Orale bilanzierte Diäten (Trinknahrung) werden empfohlen, wenn die individuelle Energie- und Nährstoffzufuhr durch normale Mahlzeiten und Anreicherung nicht gedeckt werden kann. Die Verordnung sollte individuell angepasst erfolgen und täglich mindestens 300 kcal sowie einen hohen Proteingehalt umfassen.

Die Leitlinie rät von einer enteralen Ernährung in terminalen Krankheitsstadien, wie dem Endstadium einer Demenz, ab. Stattdessen wird ein "Comfort Feeding" empfohlen, bei dem dem Patienten bedürfnisgerecht Nahrung und Flüssigkeit peroral angeboten wird.

Es wird eine Proteinzufuhr von mindestens 1,0 g pro kg Körpergewicht und Tag empfohlen. Bei akuten oder chronischen Erkrankungen sowie bei Wundheilungsstörungen kann der Bedarf deutlich höher liegen.

Bei älteren Personen mit leichtem Übergewicht (BMI 25 bis < 30 kg/m²) wird primär empfohlen, das Gewicht konstant zu halten, um den Verlust von Muskelmasse zu vermeiden. Eine Gewichtsreduktion bei Adipositas (BMI >= 30 kg/m²) sollte nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung und im Rahmen einer multimodalen Therapie erfolgen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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