Furosemid bei Kindern: Dosierung & Empfehlungen | Kinderformularium
Hintergrund
Furosemid ist ein Schleifendiuretikum, das in der Pädiatrie häufig eingesetzt wird. Laut der aktuellen Monographie des Kinderformulariums (Stand 2026) umfassen die Hauptindikationen Ödeme (beispielsweise bei Herzinsuffizienz oder nephrotischem Syndrom), das akute Lungenödem sowie die Oligurie. Gemäß dem Expertenkonsens stehen für die Behandlung verschiedene Darreichungsformen zur Verfügung, darunter Tabletten (40 mg), orale Lösungen (1, 2 oder 10 mg/ml) sowie intravenöse Lösungen (10 mg/ml).
Empfehlungen
Die Leitlinie des Kinderformulariums betont die Notwendigkeit einer engmaschigen Überwachung unter der Therapie mit Furosemid. Es wird empfohlen, die Elektrolyte und die Nierenfunktion regelmäßig zu kontrollieren. Da Furosemid zu Elektrolytverlusten führt, ist laut Expertenkonsens häufig eine Kalium-Supplementierung erforderlich. Für Frühgeborene weist das Kinderformularium auf ein erhöhtes Risiko für eine Nephrocalcinose hin; hier wird die Kontrolle des Calciums im Urin angeraten. Zudem wird ausdrücklich vor einer zu schnellen intravenösen Gabe gewarnt, da dies das Risiko einer Ototoxizität erhöht.
Dosierung
Die Dosierungsangaben basieren auf den Empfehlungen des Kinderformulariums. Die maximale Tagesdosis wird für alle Altersgruppen mit 6 mg/kg/Tag angegeben.
Orale und intravenöse Gabe (Kinder)
| Applikationsweg | Dosierung | Intervall |
|---|---|---|
| Oral | 0,5 - 2 mg/kg | alle 6 - 12 Stunden |
| i.v. (Bolus) | 0,5 - 1 mg/kg | alle 6 - 12 Stunden |
| i.v. (Perfusor) | 0,1 - 0,4 mg/kg/Stunde | kontinuierlich |
Dosierung bei Neugeborenen Laut Kinderformularium ist bei Frühgeborenen an eine verlängerte Halbwertszeit zu denken.
| Applikationsweg | Dosierung | Intervall |
|---|---|---|
| Oral | 1 - 2 mg/kg | alle 12 - 24 Stunden |
| i.v. | 0,5 - 1 mg/kg | alle 12 - 24 Stunden |
Gewichtsbasierte Beispiele (Oral, 1 mg/kg, 2x täglich)
| Körpergewicht | Einzeldosis | Tageshäufigkeit |
|---|---|---|
| 5 kg | 5 mg | 2x täglich |
| 10 kg | 10 mg | 2x täglich |
| 20 kg | 20 mg | 2x täglich |
| 30 kg | 30 mg | 2x täglich |
Kontraindikationen
Gemäß der Monographie des Kinderformulariums bestehen folgende Kontraindikationen:
- Anurie
- Schwere Hypokaliämie
- Schwere Hyponatriämie
- Hypovolämie
Zudem warnt die Leitlinie vor folgenden Nebenwirkungen:
- Hypokaliämie und Hyponatriämie
- Dehydratation
- Ototoxizität (insbesondere bei schneller i.v.-Gabe)
- Hyperglykämie
- Hyperurikämie
💡Praxis-Tipp
Laut Kinderformularium muss die intravenöse Gabe von Furosemid zwingend langsam erfolgen (maximal 0,5 mg/kg/min), da bei einer zu schnellen Injektion ein signifikantes Risiko für Ototoxizität besteht.
Häufig gestellte Fragen
Das Kinderformularium nennt als Hauptindikationen Ödeme (etwa bei Herzinsuffizienz oder nephrotischem Syndrom), akute Lungenödeme sowie Oligurie.
Laut Expertenkonsens weisen Frühgeborene eine verlängerte Halbwertszeit auf. Zudem warnt die Monographie vor einem Nephrocalcinose-Risiko, weshalb das Calcium im Urin kontrolliert werden sollte.
Die Leitlinie gibt eine maximale Tagesdosis von 6 mg/kg/Tag an, sowohl für die orale als auch für die intravenöse Applikation.
Gemäß Kinderformularium wird eine regelmäßige Kontrolle der Elektrolyte und der Nierenfunktion empfohlen, da häufig eine Kalium-Supplementierung notwendig wird.
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Quelle: Kinderformularium: Furosemid - Pädiatrische Dosierung (Kinderformularium.de, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.