Kardiologische Reha bei Herzinsuffizienz: Indikationen
Hintergrund
Das Syndrom der Herzinsuffizienz ist durch eine hohe Komplexität und rezidivierende Dekompensationen gekennzeichnet. Diese verschlechtern die Prognose der Patienten signifikant und führen zu häufigen Krankenhausaufenthalten.
Um weitere Hospitalisierungen zu reduzieren, wird ein multidisziplinärer Behandlungsansatz benötigt. Die kardiologische Rehabilitation nimmt dabei eine zentrale Rolle innerhalb sektorenübergreifender Herzinsuffizienznetzwerke ein.
Ziel der kardiologischen Rehabilitation ist es, die bestmögliche physische und psychische Gesundheit wiederherzustellen. Zudem sollen Patienten nachhaltig stabilisiert und die berufliche sowie soziale Reintegration gefördert werden.
💡Praxis-Tipp
Laut Leitlinie ist es ein häufiger Fehler, hochbetagte und gebrechliche Patienten von der kardiologischen Rehabilitation auszuschließen. Es wird betont, dass Alter und Gebrechlichkeit per se keine Ausschlusskriterien darstellen, da gerade diese Gruppen stark von einer individuell angepassten Trainingstherapie zur Sturzprophylaxe und zum Erhalt der Selbstständigkeit profitieren.
Häufig gestellte Fragen
Die Leitlinie empfiehlt einen unmittelbaren Beginn der Rehabilitation nach der Entlassung aus der stationären Akutbehandlung. Dadurch sollen kurzfristige erneute Dekompensationen und Rehospitalisierungen vermieden werden.
Als Basis wird ein aerobes Training nach der Dauermethode empfohlen. Ergänzend beschreibt die Leitlinie ein dynamisches Krafttraining zur Verbesserung der peripheren muskulären Kraft sowie ein respiratorisches Training.
Ja, laut Leitlinie stellen Alter und Gebrechlichkeit keine Ausschlusskriterien dar. Es wird darauf hingewiesen, dass diese Patienten durch eine angepasste Trainingsintensität ihre motorischen Fähigkeiten und Lebensqualität signifikant verbessern können.
Ein wesentliches Ziel der Rehabilitation ist die Optimierung und Dosistitration der Medikation. Die Leitlinie beschreibt, dass die vier evidenzbasierten Medikamentenklassen bei HFrEF oft während der 3- bis 4-wöchigen Reha vervollständigt werden können.
Es wird die Teilnahme an wohnortnahen Nachsorgeprogrammen empfohlen. Speziell für diese Patientengruppe verweist die Leitlinie auf ambulante Herzinsuffizienzgruppen (HIG), die ein strukturiertes Training unter ständiger ärztlicher Anwesenheit anbieten.
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Quelle: Kardiologische Rehabilitation bei Patienten mit Herzinsuffizienz Gemeinsame Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und der (DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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