IQWiG2023Dermatologie

Kaltplasma bei chronischen Wunden: Therapie und Evidenz

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des IQWiG (E22-04) stellt ein Addendum zur Potenzialbewertung der Kaltplasmatherapie bei chronischen Wunden dar. Ziel war die systematische Überprüfung neu publizierter Studien.

Es wurde untersucht, ob die Methode Kaltplasma zusätzlich zur Standard-Wundversorgung weiterhin das Potenzial einer erforderlichen Behandlungsalternative bietet. Hierfür wurden randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) ausgewertet.

Chronische Wunden ohne Heilungstendenz stellen im klinischen Alltag eine Herausforderung dar. Die Kaltplasmatherapie wird als ergänzendes Verfahren zur Förderung der Wundheilung und Keimreduktion diskutiert.

Empfehlungen

Der Bericht formuliert folgende zentrale Erkenntnisse zur Kaltplasmatherapie:

Bewertung des Potenzials

Laut Bewertung besitzt die Kaltplasmabehandlung bei chronischen Wunden weiterhin Potenzial. Die neu identifizierten Studien bestätigen die bisherige Einschätzung des Instituts.

Studienergebnisse zu Surrogatendpunkten

In den ausgewerteten Studien zeigte die Kaltplasmatherapie positive Effekte auf etablierte Surrogatendpunkte. Es wurden folgende signifikante Verbesserungen dokumentiert:

  • Reduktion der Wundfläche im Vergleich zur alleinigen Standard-Wundversorgung

  • Verbesserte Wundgrundbeschaffenheit

  • Deutlicher Effekt auf die vollständige Wundgranulation

Patientenrelevante Endpunkte und Sicherheit

Der Bericht bemängelt, dass der zentrale patientenrelevante Endpunkt der vollständigen Wundheilung in den meisten Studien nicht adäquat erhoben wurde. Eine vollständige Granulation entspricht laut Bericht noch keiner vollständigen Wundheilung, da die Epithelialisierung fehlt.

Hinsichtlich der Sicherheit traten unter der Kaltplasmabehandlung keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse auf. Es wurde lediglich über vereinzelt auftretende, erträgliche Schmerzen nach der Applikation berichtet.

Implikationen für zukünftige Studien

Für den endgültigen Nutzennachweis wird eine Erprobungsstudie als notwendig erachtet. Aufgrund der deutlichen Effekte auf die Wundgranulation geht der Bericht davon aus, dass eine geringere Fallzahl als ursprünglich kalkuliert ausreichen könnte.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der Interpretation von Studienergebnissen zur Wundheilung wird darauf hingewiesen, dass eine 100-prozentige Wundgranulation nicht mit einer vollständigen Wundheilung gleichzusetzen ist. Laut Bericht ist dieser Endpunkt ohne stattgefundene Epithelialisierung nicht als patientenrelevanter Nachweis einer Heilung sachgerecht.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ist der endgültige patientenrelevante Nutzen noch nicht hinreichend belegt. Der Methode wird jedoch weiterhin ein großes Potenzial als Behandlungsalternative zugesprochen.

Die Auswertung zeigt statistisch signifikante Verbesserungen bei Surrogatendpunkten. Dazu zählen insbesondere die Reduktion der Wundfläche und eine verbesserte Wundgrundbeschaffenheit.

In den untersuchten Studien traten keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse auf. Es wurde lediglich von vereinzelten, als erträglich eingestuften Schmerzen im Anschluss an die Behandlung berichtet.

In den ausgewerteten Studien variierte die Anwendungshäufigkeit. Typische Schemata umfassten Applikationen von ein- bis dreimal wöchentlich über einen Zeitraum von mehreren Wochen.

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Quelle: IQWiG E22-04: Kaltplasma zur Wundbehandlung (2. Addendum zum Auftrag E21-03) (IQWiG, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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