Lokal-hyperbare Sauerstofftherapie: Indikation bei DFU
Hintergrund
Der IQWiG-Bericht E25-01 bewertet das Potenzial der lokal-hyperbaren Sauerstofftherapie als Behandlungsalternative bei schlecht heilenden diabetischen Fußulzera (DFU). Die Methode soll ergänzend zur Standardwundbehandlung eingesetzt werden oder Teile davon ersetzen.
Bei der untersuchten Intervention handelt es sich um die Applikation von Sauerstoff unter leichtem Überdruck (Higher Cyclical Pressure Oxygen, HCPO). Die Anwendung erfolgt lokal an der betroffenen Extremität über eine geschlossene Einwegkammer.
Ziel der Therapie ist es, die Wundheilung in hypoxischem Gewebe zu beschleunigen und einen vollständigen Wundverschluss zu erreichen. Zudem sollen Schmerzen reduziert und Amputationen vermieden werden.
💡Praxis-Tipp
Der Bericht betont, dass die lokal-hyperbare Sauerstofftherapie die leitliniengerechte Standardwundversorgung nicht vollständig ersetzt, sondern ergänzt. Es wird darauf hingewiesen, dass vor der Anwendung zwingend eine Wundreinigung und ein fachgerechtes Debridement erfolgen müssen. Nekrotisches Gewebe mit Schorf stellt ohne vorheriges Debridement eine Kontraindikation dar.
Häufig gestellte Fragen
Laut den im Bericht zitierten Herstellerangaben erfolgt die Anwendung typischerweise einmal täglich für 60 bis 90 Minuten. Die Behandlung wird meist an 5 bis 7 Tagen in der Woche durchgeführt.
Der aktuelle IQWiG-Bericht stellt lediglich das Potenzial der Methode fest und ist ein Zwischenschritt im Bewertungsverfahren. Eine endgültige Entscheidung über die Aufnahme in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung durch den G-BA steht noch aus.
Der Bericht zitiert eine randomisierte Studie, in der nach 12 Wochen bei 41,7 % der behandelten Personen ein vollständiger Wundverschluss erreicht wurde. In der Kontrollgruppe mit reiner Standardversorgung lag dieser Wert lediglich bei 13,5 %.
In der vom IQWiG bewerteten Hauptstudie zeigte sich bezüglich der Amputationsrate kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen der Sauerstofftherapie und der Scheinbehandlung. Die Fallzahlen für dieses Ereignis waren in der Studie jedoch insgesamt gering.
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Quelle: IQWiG E25-01: Lokal-hyperbare Sauerstofftherapie bei diabetischem Fußulkus (IQWiG, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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