IQWiG2009

Konisation der Cervix uteri: IQWiG-Rapid-Report

Diese Leitlinie stammt aus 2009 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2009)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Rapid-Report aus dem Jahr 2009 fasst die Evidenz und Leitlinienempfehlungen zur Konisation der Cervix uteri zusammen. Ziel der Auswertung war die Identifikation von Ansatzpunkten für sektorenübergreifende Qualitätssicherungsmaßnahmen.

Das Zervixkarzinom und seine Vorstufen (Dysplasien) werden maßgeblich durch persistierende Infektionen mit humanen Papillomviren (HPV) verursacht. Durch Krebsfrüherkennungsuntersuchungen können diese Präkanzerosen frühzeitig entdeckt werden.

Als Konisation wird das Ausschneiden eines kegelförmigen Gewebestückes aus der Portio vaginalis unter teilweiser Entfernung der Schleimhaut des Zervikalkanals bezeichnet. Der Eingriff erfolgt meist mittels Skalpell, elektrischer Schlinge oder Laser.

Empfehlungen

Indikation und Diagnostik

Laut Bericht ist der diagnostische Goldstandard bei Veränderungen an der Portio die Knipsbiopsie im Rahmen einer Kolposkopie. Eine Konisation ist in der Regel bei schweren Dysplasien und dem Carcinoma in situ indiziert.

Zudem kann der Eingriff bei einem minimalinvasiven Karzinom bei jungen Frauen mit Kinderwunsch indiziert sein. Hierbei können zusätzliche Maßnahmen wie eine Zervixkürettage oder Lymphadenektomie notwendig werden.

Klassifikation der Dysplasien

Der Bericht zitiert die WHO-Klassifikation zur Einteilung der zervikalen Dysplasien. Diese cervikalen intraepithelialen Neoplasien (CIN) werden in drei Schweregrade unterteilt:

SchweregradDefinition
CIN ILeichte Dysplasie
CIN IIMittelgradige Dysplasie
CIN IIIHochgradige Dysplasie und Carcinoma in situ (CIS)

FIGO-Klassifikation (frühe Stadien)

Für das Zervixkarzinom wird die klinische Stadieneinteilung nach FIGO herangezogen. Der Bericht fokussiert sich auf die frühen Stadien, bei denen eine Konisation relevant sein kann:

StadiumDefinition
Stadium 0Carcinoma in situ
Stadium IA1Maximale Stromainvasion von 3 mm, Oberflächenausdehnung max. 7 mm
Stadium IA2Stromainvasion > 3 mm bis max. 5 mm, Oberflächenausdehnung max. 7 mm

Qualitätssicherung

Die Auswertung identifiziert mehrere konkrete Qualitätsziele für die Versorgung. Folgende Aspekte werden als besonders relevant für die Qualitätssicherung hervorgehoben:

  • Strenge Indikationsstellung und korrekte Operationstechnik

  • Sorgfältige Aufarbeitung des Präparates (Fokus auf negative Histopathologie und positive Absetzungsränder)

  • Durchführung der Versorgung in spezialisierten Zentren

  • Besondere Berücksichtigung spezifischer Zielgruppen (Schwangere, Jugendliche, HIV-positive Frauen)

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💡Praxis-Tipp

Der Bericht hebt hervor, dass bei der Qualitätssicherung und Behandlungsplanung spezielle Zielgruppen gesondert betrachtet werden müssen. Es wird betont, dass für Schwangere, Jugendliche und HIV-positive Frauen abweichende Empfehlungen für das Screening und die Therapie gelten.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht wird die Konisation in der Regel bei schweren Dysplasien (CIN III) und dem Carcinoma in situ eingesetzt. Auch bei minimalinvasiven Karzinomen (FIGO Ia1/Ia2) kann sie bei jungen Frauen mit Kinderwunsch indiziert sein.

Der Eingriff kann gemäß der Auswertung mittels Skalpell, elektrischer Schlinge oder Laser durchgeführt werden.

Der Bericht benennt die Knipsbiopsie im Rahmen einer Kolposkopie als diagnostischen Goldstandard zur Abklärung von Veränderungen an der Portio.

Zu den abgeleiteten Qualitätszielen gehören eine korrekte Indikationsstellung, die angemessene Operationstechnik sowie die histopathologische Aufarbeitung. Dabei wird besonderes Augenmerk auf die Beurteilung der Absetzungsränder des Konisats gelegt.

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Quelle: IQWiG V09-01B: Orientierende Aufbereitung für das Thema "Konisation der Cervix uteri" - Rapid Report (IQWiG, 2009). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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