Konisation der Cervix uteri: Indikation & OP-Verfahren
Hintergrund
Der IQWiG-Rapid-Report aus dem Jahr 2009 fasst internationale Leitlinienempfehlungen zur Konisation der Cervix uteri zusammen. Ziel ist die Identifikation von qualitätssichernden Maßnahmen für die Versorgung von Patientinnen mit zervikalen Dysplasien und Karzinomen.
Das Zervixkarzinom und seine Vorstufen werden maßgeblich durch persistierende Infektionen mit High-Risk-Humanen-Papillomviren (HPV) verursacht. Durch regelmäßige Krebsfrüherkennungsuntersuchungen können diese Präkanzerosen frühzeitig erkannt werden.
Die Einteilung der zervikalen intraepithelialen Neoplasien (CIN) erfolgt laut Bericht nach folgendem Schema:
| Schweregrad | WHO-Klassifikation | Bethesda-System |
|---|---|---|
| CIN 1 | Leichte Dysplasie | LSIL |
| CIN 2 | Mittelgradige Dysplasie | HSIL |
| CIN 3 | Hochgradige Dysplasie und Carcinoma in situ | HSIL |
Die Konisation dient der Diagnostik und Therapie von schweren Dysplasien und dem Carcinoma in situ. Dabei wird ein kegelförmiges Gewebestück aus der Portio vaginalis unter teilweiser Entfernung der Zervikalkanal-Schleimhaut exzidiert.
💡Praxis-Tipp
Laut IQWiG-Bericht ist eine sofortige Rekonisation bei positiven Absetzungsrändern meist nicht erforderlich. Da in über 80 Prozent der Fälle bei einer Nachkonisation keine Dysplasie mehr nachweisbar ist, wird primär ein abwartendes Vorgehen mit engmaschigen Kontrollen empfohlen. Dies dient dazu, Übertherapien und schwangerschaftsrelevante Komplikationen zu vermeiden.
Häufig gestellte Fragen
Der IQWiG-Bericht empfiehlt primär Exzisionsverfahren wie die Schlingenkonisation (LEEP/LLETZ) oder Laserkonisation. Die Messerkonisation sollte aufgrund höherer Komplikationsraten bei nachfolgenden Schwangerschaften, insbesondere bei Kinderwunsch, vermieden werden.
Bei Frauen unter 30 Jahren wird bei einer CIN 1 ein konservatives Management mit regelmäßigen Kontrollen empfohlen. Eine sofortige Konisation gilt in diesen Fällen als obsolet, da sich die Läsionen häufig spontan zurückbilden.
Es wird eine räumliche Markierung des Präparats durch den Operateur gefordert, üblicherweise durch einen Faden bei 12 Uhr. Dies ermöglicht dem Pathologen eine exakte Beurteilung der Resektionsränder.
Eine sofortige Nachresektion ist laut Leitlinienauswertung meist nicht indiziert. Es werden stattdessen zytologische und kolposkopische Kontrollen im Abstand von sechs Monaten empfohlen.
Ein Eingriff in der Schwangerschaft ist mit hohen Risiken für Nachblutungen und Frühgeburten verbunden. Er sollte ausschließlich bei dringendem Verdacht auf ein invasives Zervixkarzinom erfolgen.
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Quelle: IQWiG V09-01B: Orientierende Aufbereitung für das Thema "Konisation der Cervix uteri" - Rapid Report (IQWiG, 2009). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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