IQWiG2010Pädiatrie

Pädiatrische Onkologie: Überlebensraten und Prognose

Diese Leitlinie stammt aus 2010 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2010)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Jährlich erkranken in Deutschland etwa 1800 Kinder an Krebs, wobei akute Leukämien, Hirntumoren und maligne Lymphome am häufigsten sind. Die Behandlung erfolgt spezialisiert in pädiatrisch-hämatologisch-onkologischen Zentren.

Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) aus dem Jahr 2010 analysiert die Versorgungsqualität in der pädiatrischen Onkologie. Ziel war die systematische Bewertung von Ergebnis-, Prozess- und Strukturqualität anhand von Literatur, Leitlinien und epidemiologischen Daten.

Die Untersuchung fokussiert sich auf Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Dabei wurden patientenrelevante Endpunkte wie Überleben, therapiebedingte Todesfälle, Lebensqualität und Langzeitfolgen systematisch ausgewertet.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht hebt hervor, dass ehemals krebskranke Kinder ein 10- bis 20-fach erhöhtes Risiko für Zweittumoren aufweisen. Es wird deutlich, dass in der strukturierten Nachsorge ein besonderes Augenmerk auf diese Langzeitfolge sowie auf kognitive und kardiale Spättoxizitäten gelegt werden muss.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht überlebten im Diagnosezeitraum 2000 bis 2004 etwa 80 % der an Krebs erkrankten Kinder die ersten fünf Jahre. Die Überlebenswahrscheinlichkeit hat sich in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich verbessert.

Etwa 90 % aller krebskranken Kinder und Jugendlichen werden im Rahmen von Therapieoptimierungsstudien (TOS) behandelt. Der Bericht wertet dies als Indikator für einen sehr hohen Versorgungsstandard.

Zu den dokumentierten Spätfolgen zählen Wachstumsstörungen, Lern- und Konzentrationsprobleme sowie Kardiomyopathien nach Anthrazyklin-Therapie. Zudem besteht ein signifikant erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Zweittumoren.

Der Bericht identifiziert massive Evidenzlücken vor allem bei der Erfassung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität und dem Schmerzerleben aus Sicht der Kinder. Zudem fehlen flächendeckende Indikatoren zur Struktur- und Prozessqualität.

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Quelle: IQWiG V06-01: Qualität der pädiatrischen-hämatologisch-onkologischen Versorgung (IQWiG, 2010). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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