IQWiG2007Onkologie

Stammzelltransplantation bei ALL und AML: Indikationen

Diese Leitlinie stammt aus 2007 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2007)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht N05-03A aus dem Jahr 2007 untersucht den Nutzen verschiedener Formen der Stammzelltransplantation bei Erwachsenen mit akuter lymphatischer Leukämie (ALL) und akuter myeloischer Leukämie (AML). Ziel ist der Vergleich mit der konventionellen Chemotherapie sowie der Verfahren untereinander.

Akute Leukämien erfordern in der Regel eine intensive Polychemotherapie. Die Stammzelltransplantation (autolog oder allogen) stellt eine Konsolidierungsoption dar, insbesondere für Patienten mit hohem Risikostatus oder therapierefraktären Verläufen.

Der Bericht fokussiert sich auf spezifische Fragestellungen, darunter die allogene Transplantation mit nicht verwandtem Spender, die autologe Transplantation bei ALL, nicht-myeloablative Verfahren sowie die in-vitro Aufbereitung des Transplantats.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Da für viele neuere Transplantationsverfahren (wie die in-vitro Aufbereitung oder die Spende durch nicht verwandte Spender) laut Bericht kein eindeutiger Zusatznutzen belegt ist, wird die Teilnahme an aussagekräftigen, prospektiv kontrollierten klinischen Studien dringend empfohlen. Es wird betont, dass ein fehlender Beleg für einen Zusatznutzen nicht mit einer therapeutischen Äquivalenz gleichzusetzen ist.

Häufig gestellte Fragen

Laut Bericht gibt es keinen Beleg für einen Zusatznutzen der autologen Stammzelltransplantation im Vergleich zur konventionellen Chemotherapie bei ALL. Die vorliegenden Studien zeigen keinen eindeutigen Überlebensvorteil.

Der Bericht sieht einen Hinweis auf eine reduzierte Mortalität bei AML-Patienten, die eine nicht-myeloablative allogene Transplantation von einem verwandten Spender erhalten. Dies gilt im direkten Vergleich zur konventionellen Chemotherapie.

Es gibt laut Bericht keinen Beleg für einen Zusatznutzen durch die in-vitro Aufbereitung (T-Zell-Depletion oder Purging) des Transplantats. Weder bei ALL noch bei AML konnte eine signifikante Verbesserung der patientenrelevanten Endpunkte nachgewiesen werden.

Bei therapierefraktären Verläufen gibt es indirekte Hinweise auf ein längeres Überleben durch eine allogene Stammzelltransplantation mit dosisreduzierter Konditionierung. Die genaue Rolle des Spendertyps ist dabei jedoch noch ungeklärt.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: IQWiG N05-03A: Stammzelltransplantation bei Akuter Lymphatischer Leukämie (ALL) und Akuter Myeloischer Leukämie (AML) bei Erwachsenen (IQWiG, 2007). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.