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Stammzelltransplantation bei Multiplem Myelom: IQWiG

Diese Leitlinie stammt aus 2012 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2012)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Multiple Myelom ist eine maligne Tumorkrankheit, die bei den meisten symptomatischen Betroffenen auch unter Behandlung zum Tod führt. Da keine Spontanheilung bekannt ist, zielt die Therapie auf lange Remissionszeiten und den Erhalt einer möglichst guten Lebensqualität ab.

Der vorliegende Bericht des IQWiG aus dem Jahr 2012 untersucht den Nutzen verschiedener Strategien der Stammzelltransplantation. Dabei werden patientenrelevante Endpunkte wie das Gesamtüberleben, das progressionsfreie Überleben und unerwünschte Ereignisse bewertet.

Es wird darauf hingewiesen, dass in den eingeschlossenen Studien keine Daten zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität erhoben wurden. Die Bewertung der autologen Stammzelltransplantation als generelle Erstlinientherapie im Vergleich zu Nicht-Transplantationsstrategien war nicht Gegenstand der Untersuchung.

Empfehlungen

Der Bericht liefert folgende zentrale Erkenntnisse zu den verschiedenen Transplantationsstrategien:

Autologe Stammzelltransplantation

Beim Vergleich einer einfachen mit einer mehrfachen (zweifachen) autologen Stammzelltransplantation kann laut Untersuchung kein Beleg für einen Zusatznutzen oder Schaden abgeleitet werden.

Es wird betont, dass ein relevanter Publikationsbias nicht ausgeschlossen werden kann. Daten aus mehreren abgeschlossenen Studien wurden nicht veröffentlicht, was auf tendenziell negative Ergebnisse hindeuten könnte.

Allogene Stammzelltransplantation

Die allogene Stammzelltransplantation mit myeloablativer Konditionierung zeigt im Vergleich zur medikamentösen Therapie oder zur autologen Transplantation Anhaltspunkte für eine relevante Unterlegenheit.

Dies betrifft insbesondere das Gesamtüberleben sowie die therapiebezogene Mortalität, die bei der allogenen Transplantation numerisch höher ausfielen.

Für die Spender-gegen-Empfänger-Reaktion (Graft-versus-Host-Disease, GVHD) wird ein Schaden als belegt angesehen. Diese schwere und teils tödliche Komplikation tritt naturgemäß ausschließlich bei allogenen Verfahren auf.

Dosisreduzierte Konditionierung

Beim Vergleich der allogenen Transplantation mit dosisreduzierter Konditionierung (RIC) gegenüber der myeloablativen Form oder der autologen Transplantation lässt sich kein Beleg für einen Zusatznutzen ableiten.

Auch bei dieser Fragestellung fehlen Daten aus unpublizierten Studien, was eine abschließende und verlässliche Bewertung verhindert.

Zusammenfassende Bewertung der Verfahren

Die nachfolgende Tabelle fasst die Bewertung der untersuchten Transplantationsstrategien zusammen:

VergleichEndpunkte / ÜberlebenUnerwünschte EreignisseFazit des Berichts
Einfache vs. mehrfache autologe TransplantationKeine einheitlichen ErgebnisseKein Unterschied belegtKein Beleg für Zusatznutzen (Publikationsbias)
Allogen (myeloablativ) vs. medikamentös / autologAnhaltspunkte für UnterlegenheitHöhere Mortalität, GVHD-RisikoSchaden belegt (GVHD), Einsatz nur in Studien
Allogen (dosisreduziert) vs. autologWidersprüchliche DatenlageTendenziell höhere MortalitätKein Beleg für Zusatznutzen (fehlende Daten)

Klinische Konsequenz

Der Bericht schlussfolgert, dass der Einsatz der allogenen Stammzelltransplantation beim Multiplen Myelom nach derzeitigem Kenntnisstand nur im Rahmen von klinischen Studien zu vertreten ist.

Zukünftige Studien sollten zwingend randomisierte Konzepte nutzen und Daten zur Lebensqualität erheben.

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💡Praxis-Tipp

Laut Bericht ist bei der allogenen Stammzelltransplantation mit einem belegten Schaden durch schwere Spender-gegen-Empfänger-Reaktionen (GVHD) zu rechnen. Es wird daher geschlussfolgert, dass dieses Verfahren beim Multiplen Myelom aktuell nur innerhalb klinischer Studien eingesetzt werden sollte. Zudem wird darauf hingewiesen, dass bei der Bewertung von Transplantationsstudien häufig ein Publikationsbias vorliegt, da negative Studienergebnisse oft nicht veröffentlicht werden.

Häufig gestellte Fragen

Der Bericht kann hierfür keinen Zusatznutzen belegen. Es wird vermutet, dass unveröffentlichte Studien eher negative Ergebnisse zeigen, weshalb ein Publikationsbias nicht ausgeschlossen werden kann.

Laut Untersuchung ist der Einsatz der allogenen Stammzelltransplantation bei dieser Indikation derzeit nur im Rahmen von klinischen Studien zu vertreten. Es zeigen sich Anhaltspunkte für eine Unterlegenheit gegenüber anderen Verfahren.

Die Auswertung belegt einen Schaden durch das Auftreten einer akuten oder chronischen Graft-versus-Host-Disease (GVHD). Zudem gibt es Anhaltspunkte für eine erhöhte therapiebezogene Mortalität im Vergleich zur autologen Transplantation.

Zu dieser Frage können keine Aussagen getroffen werden. In keiner der vom IQWiG eingeschlossenen Studien wurden Daten zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität der Betroffenen erhoben.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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