Femtosekundenlaser-Katarakt-OP: Evidenz & Zusatznutzen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Graue Star (Katarakt) ist eine Trübung der Augenlinse, die unbehandelt zu einem fortschreitenden Sehverlust führt. Die einzige wirksame Behandlungsmöglichkeit ist der operative Austausch der trüben Linse gegen eine Kunstlinse.

In Deutschland ist die manuelle Phakoemulsifikation mit Ultraschall das Standardverfahren. Als Alternative wird zunehmend die femtosekundenlaser-unterstützte Kataraktchirurgie (FLACS) als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) angeboten.

Der vorliegende HTA-Bericht des IQWiG aus dem Jahr 2024 untersucht, ob das laserunterstützte Verfahren für Betroffene Vorteile hinsichtlich Wirksamkeit, Sicherheit oder Lebensqualität bietet.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der IQWiG-Bericht betont die Wichtigkeit einer objektiven Aufklärung, da die oft beworbene Überlegenheit des Femtosekundenlasers wissenschaftlich nicht belegt ist. Zudem wird darauf hingewiesen, dass laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs die Abrechnung des Lasereinsatzes als selbstständige ärztliche Leistung (GOÄ-Ziffer 5855) ohne eigenständige medizinische Indikation unzulässig ist. Stattdessen darf lediglich der günstigere Laserzuschlag (GOÄ-Ziffer 441) abgerechnet werden.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht bietet die laserunterstützte Operation keinen Zusatznutzen gegenüber dem manuellen Standardverfahren. Beide Methoden sind gleichermaßen sicher und führen zu vergleichbaren Ergebnissen bei der Sehkraft.

Die Kosten für die Standard-Operation werden von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Die Mehrkosten für den Einsatz des Femtosekundenlasers müssen laut Bericht in der Regel von den Betroffenen selbst getragen werden.

Der HTA-Bericht zeigt, dass es keinen signifikanten Unterschied bei den Komplikationsraten gibt. Intra- und postoperative Ereignisse wie Kapselrupturen oder Hornhautödeme treten bei beiden Operationsmethoden ähnlich selten auf.

Der Bericht schätzt die Kosten für die laserunterstützte Operation auf etwa 700 bis 2100 Euro, zuzüglich weiterer Sachkosten für Einmalprodukte. Damit ist das Verfahren bis zu doppelt so teuer wie die Standard-Operation.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: IQWiG HT22-04 : Grauer Star: Bietet die Operation mit dem Femtosekundenlaser für die Betroffenen Vorteile gegenüber anderen Verfahren? (IQWiG, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.