EGPA: Benralizumab-Indikation bei refraktärem Verlauf
Hintergrund
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) ein Addendum zur Nutzenbewertung von Benralizumab erstellt. Der Wirkstoff ist als Add-on-Therapie für Erwachsene mit rezidivierender oder refraktärer eosinophiler Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA) zugelassen.
Ziel des Berichts ist die Ermittlung der Patientenzahlen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Der G-BA unterscheidet dabei zwei Subgruppen: Patientinnen und Patienten mit sowie ohne organgefährdende oder lebensbedrohliche Manifestationen.
Da der pharmazeutische Unternehmer keine Aufteilung der Zielpopulation vorgenommen hat, prüfte das IQWiG alternative Berechnungsmethoden. Die genaue Quantifizierung der Subgruppe mit organgefährdender Manifestation stand dabei im Fokus der methodischen Untersuchung.
💡Praxis-Tipp
Laut IQWiG-Bericht eignen sich etablierte Scores wie der Vasculitis Damage Index (VDI) oder die Five-Factor-Scale (FFS) nicht zur sicheren Identifikation einer organgefährdenden EGPA-Manifestation. Es wird darauf hingewiesen, dass der VDI Schäden kumulativ erfasst und auch leichte Ereignisse oder asymptomatische Laborwerte abbildet. Bei der FFS können bereits Faktoren wie ein Alter über 65 Jahre zu einem erhöhten Score führen, ohne dass eine akute Lebensbedrohung vorliegt.
Häufig gestellte Fragen
Laut Bericht wird Benralizumab als Add-on-Therapie bei erwachsenen Patienten mit rezidivierender oder refraktärer eosinophiler Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA) angewendet.
Die im Bericht zitierten Schätzungen gehen von 4259 bis 4553 Patienten mit EGPA in Deutschland aus. Die GKV-Zielpopulation mit rezidivierender oder refraktärer Form wird auf 91 bis 1364 Patienten geschätzt.
Das IQWiG stellt fest, dass der VDI Organschäden kumulativ erfasst und der Score mit der Zeit nicht abnehmen kann. Zudem fließen auch weniger schwere Ereignisse und asymptomatische Laborwerte in die Bewertung ein.
Gemäß den zitierten Leitlinien wird Cyclophosphamid in der Regel im Rahmen einer Therapie von organgefährdenden oder lebensbedrohlichen Manifestationen der EGPA angewendet.
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Quelle: IQWiG G25-15: Benralizumab (eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis) - 2. Addendum zum Projekt A24-113 (IQWiG, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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