IQWiG2022Rheumatologie

Avacopan bei GPA und MPA: Indikation und Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet das Orphan Drug Avacopan. Es wird zur Behandlung der Granulomatose mit Polyangiitis (GPA) und der mikroskopischen Polyangiitis (MPA) eingesetzt.

Da Avacopan als Arzneimittel für seltene Leiden zugelassen ist, gilt ein medizinischer Zusatznutzen bereits durch die Zulassung als belegt. Das Ausmaß des Zusatznutzens wird in einem separaten Schritt durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) bewertet.

Der Auftrag des IQWiG beschränkt sich in diesem Verfahren auf die Prüfung der Angaben des pharmazeutischen Unternehmers. Im Fokus stehen dabei die Ermittlung der Zielpopulationsgröße in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sowie die zu erwartenden Therapiekosten.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der Verordnung von Avacopan ist zu beachten, dass das Medikament ausschließlich in Kombination mit Rituximab oder Cyclophosphamid zugelassen ist. Zudem weist der Bericht darauf hin, dass neben den hohen reinen Arzneimittelkosten zusätzliche Aufwände für die zwingend erforderliche regelmäßige Überwachung von Laborparametern anfallen.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ist Avacopan zur Behandlung erwachsener Personen mit schwerer, aktiver Granulomatose mit Polyangiitis (GPA) oder mikroskopischer Polyangiitis (MPA) zugelassen. Es muss zwingend in Kombination mit Rituximab oder Cyclophosphamid angewendet werden.

Die reinen Arzneimittelkosten für Avacopan betragen laut Bericht 98.913,91 Euro pro Jahr. Hinzu kommen noch die Kosten für die zwingend erforderlichen Kombinationspartner und notwendige Laboruntersuchungen.

Da Avacopan als Orphan Drug (Arzneimittel für seltene Leiden) zugelassen ist, gilt der medizinische Zusatznutzen gemäß § 35a SGB V bereits durch die Zulassung als belegt. Das IQWiG prüft in diesem Verfahrensabschnitt nur die Patientenzahlen und Kosten.

Der Hersteller schätzt die Zielpopulation in der gesetzlichen Krankenversicherung auf 2180 bis 2282 Personen. Das IQWiG bewertet diese Zahl jedoch aufgrund methodischer Schwächen in der Herleitung als unsicher.

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Quelle: IQWiG G22-05: Avacopan (schwere, aktiver Granulomatose mit Polyangiitis (GPA) oder mikroskopischer Polyangiitis (MPA) in Kombination mit Rituximab (IQWiG, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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