Avacopan bei GPA und MPA: Indikation und Therapie
Hintergrund
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mit der Nutzenbewertung des Wirkstoffs Avacopan beauftragt.
Avacopan ist in Kombination mit einem Rituximab- oder Cyclophosphamid-Dosierungsschema zur Behandlung erwachsener Personen mit schwerer aktiver Granulomatose mit Polyangiitis (GPA) oder mikroskopischer Polyangiitis (MPA) indiziert.
Die vorliegende Bewertung vergleicht Avacopan mit der vom G-BA festgelegten zweckmäßigen Vergleichstherapie. Diese besteht aus Cyclophosphamid gefolgt von Rituximab oder einer durchgehenden Rituximab-Therapie, jeweils in Kombination mit Glukokortikoiden.
💡Praxis-Tipp
Das IQWiG-Dokument verweist auf das Risiko einer Lebertoxizität unter der Kombinationstherapie. Es wird gefordert, die Lebertransaminasen und das Gesamtbilirubin vor Therapiebeginn sowie in den ersten sechs Monaten mindestens alle vier Wochen zu kontrollieren. Bei Anzeichen einer Lebererkrankung (z. B. Transaminasen > 3-fache der Norm) muss die Gabe vermieden werden.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG ist ein Zusatznutzen von Avacopan in dieser Indikation nicht belegt. Die vorgelegten Studiendaten wurden als methodisch ungeeignet für den direkten Vergleich eingestuft.
Die empfohlene Dosis beträgt 30 mg zweimal täglich. Die Einnahme erfolgt morgens und abends zu den Mahlzeiten.
Das Medikament ist ausschließlich als Kombinationstherapie zugelassen. Es muss zusammen mit einem Rituximab- oder Cyclophosphamid-Dosierungsschema angewendet werden.
Es wird eine regelmäßige Kontrolle der Leberwerte (Transaminasen, Bilirubin) sowie des Blutbildes (Leukozyten) gefordert. Besonders in den ersten sechs Monaten sind engmaschige Leberwertkontrollen vorgesehen.
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Quelle: IQWiG A25-114: Avacopan (Granulomatose mit Polyangiitis oder mikroskopischer Polyangiitis) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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