Benralizumab bei EGPA: Indikation und Zusatznutzen
Hintergrund
Die IQWiG-Dossierbewertung A24-113 aus dem Jahr 2025 untersucht den Zusatznutzen von Benralizumab. Das Medikament wird als Add-on-Therapie bei erwachsenen Personen mit rezidivierender oder refraktärer eosinophiler Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA) eingesetzt.
Für die Bewertung wird die Zielpopulation in zwei Gruppen unterteilt. Ausschlaggebend für die Zuordnung ist das Vorliegen oder Fehlen einer organgefährdenden beziehungsweise lebensbedrohlichen Manifestation der Erkrankung.
Der Bericht vergleicht die Therapie mit der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegten zweckmäßigen Vergleichstherapie. Diese umfasst je nach Subgruppe unter anderem Mepolizumab in Kombination mit Glukokortikoiden.
💡Praxis-Tipp
Laut Bericht können nach der Anwendung von Benralizumab akute systemische Reaktionen sowie Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Es wird darauf hingewiesen, dass diese Reaktionen in einigen Fällen verzögert, also erst nach Tagen, in Erscheinung treten können. Bei einer Überempfindlichkeitsreaktion wird ein dauerhaftes Absetzen des Medikaments empfohlen.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht beträgt die empfohlene Dosis 30 mg. Diese wird alle 4 Wochen als subkutane Injektion verabreicht.
Die Nutzenbewertung kommt zu dem Schluss, dass ein Zusatznutzen für Benralizumab bei EGPA aktuell nicht belegt ist. Dies gilt sowohl für Erkrankungen mit als auch ohne organgefährdende Manifestationen.
Der Bericht weist darauf hin, dass das Medikament bei Personen mit aktiven organgefährdenden oder lebensbedrohlichen Manifestationen der EGPA nicht untersucht wurde. Bei Entwicklung solcher Manifestationen unter Therapie soll die Fortsetzung ärztlich überprüft werden.
In der MANDARA-Studie wurde Benralizumab mit Mepolizumab verglichen. Beide Medikamente wurden jeweils zusätzlich zu oralen Glukokortikoiden und gegebenenfalls einem Immunsuppressivum verabreicht.
Laut den im Bericht zitierten Anwendungshinweisen wird ein abruptes Absetzen von Kortikosteroiden nicht empfohlen. Eine Dosisreduktion sollte stufenweise und unter ärztlicher Überwachung erfolgen.
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Quelle: IQWiG A24-113: Benralizumab (eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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