Maribavir bei refraktärer CMV-Infektion: IQWiG-Bewertung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht G22-41 bewertet das Dossier zu Maribavir. Das Arzneimittel wird zur Behandlung einer refraktären Zytomegalievirus(CMV)-Infektion oder -Erkrankung eingesetzt.

Die Zielgruppe umfasst erwachsene Personen nach einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation (HSCT) oder einer Transplantation solider Organe (SOT). Die Infektion muss gegenüber mindestens einer Vortherapie refraktär sein.

Da Maribavir als Orphan Drug zugelassen ist, gilt der medizinische Zusatznutzen gesetzlich bereits als belegt. Das IQWiG bewertet in diesem Verfahren ausschließlich die Angaben zur Größe der Zielpopulation und den zu erwartenden Therapiekosten für die gesetzliche Krankenversicherung.

Empfehlungen

Der Bericht fasst die Eckdaten zur Versorgungssituation wie folgt zusammen:

Zielpopulation und Vortherapien

Laut Bewertung richtet sich die Therapie an Erwachsene mit CMV-Infektionen, die auf vorherige Behandlungen nicht ansprechen. Zu den relevanten Vortherapien, gegenüber denen eine Refraktärität bestehen muss, zählen:

  • Ganciclovir (GCV)

  • Valganciclovir (VGCV)

  • Cidofovir (CDV)

  • Foscarnet (FOS)

Epidemiologische Einschätzung

Das Institut schätzt die Größe der Zielpopulation in der gesetzlichen Krankenversicherung auf 88 bis 131 Personen pro Jahr.

Diese Schätzung wird im Bericht jedoch als unsicher eingestuft. Als Gründe werden die Vernachlässigung von späten CMV-Infektionen, die mehr als ein Jahr nach der Transplantation auftreten, sowie methodische Schwächen der zugrundeliegenden Expertenbefragung genannt.

Therapiekosten und Monitoring

Die Jahrestherapiekosten pro behandelter Person belaufen sich auf etwa 68.861 bis 69.021 Euro.

Zusätzlich zur medikamentösen Therapie fallen laut Bewertung Kosten für notwendige GKV-Leistungen an. Es wird auf die Notwendigkeit einer engmaschigen Überwachung von bestimmten Immunsuppressiva mittels Immunoassay hingewiesen.

Dies betrifft Personen, die begleitend mit Tacrolimus, Cyclosporin, Sirolimus oder Everolimus behandelt werden.

Dosierung

Der Bericht legt für die Kostenberechnung folgendes Dosierungsschema zugrunde:

MedikamentBehandlungsdauerGesamtverbrauch pro ZyklusDarreichungsform
Maribavir8 Wochen44.800 mg224 Tabletten à 200 mg

Es wird standardmäßig von einer Behandlung pro Jahr ausgegangen. Falls mehrere Behandlungen indiziert sind, entstehen entsprechend höhere Kosten.

Kontraindikationen

Der Bericht nennt basierend auf der Fachinformation folgende Kontraindikationen:

  • Gleichzeitige Gabe von Maribavir mit Valganciclovir (VGCV) oder Ganciclovir (GCV)

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder seine Bestandteile

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💡Praxis-Tipp

Der Bericht weist darauf hin, dass bei einer Therapie mit Maribavir eine engmaschige Überwachung von Immunsuppressiva wie Tacrolimus, Cyclosporin, Sirolimus oder Everolimus erforderlich ist. Diese Überwachung mittels Immunoassay verursacht zusätzliche Kosten und stellt einen relevanten Bestandteil des Behandlungsmanagements dar.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht wird Maribavir bei Erwachsenen mit refraktärer CMV-Infektion nach einer Stammzell- oder Organtransplantation eingesetzt. Die Infektion muss gegenüber Vortherapien wie Ganciclovir oder Foscarnet refraktär sein.

Die Jahrestherapiekosten belaufen sich laut Bewertung auf rund 68.861 bis 69.021 Euro pro Person. Darin sind die Arzneimittelkosten sowie notwendige Begleitleistungen für das Monitoring enthalten.

Der Bericht geht von einer achtwöchigen Behandlungsdauer pro Zyklus aus. Dabei wird für die Kostenkalkulation standardmäßig eine Behandlung pro Jahr veranschlagt.

Die gleichzeitige Gabe von Maribavir mit Valganciclovir oder Ganciclovir wird im Bericht als Kontraindikation aufgeführt.

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Quelle: IQWiG G22-41: Maribavir (Cytomegalievirus-Infektion (therapierefraktär)) - Bewertung gemäß § 35a Abs. 1 Satz 11 SGB V (IQWiG, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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