IQWiG2020Infektiologie

Bulevirtid bei Hepatitis D: Therapie und Indikation

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht G20-19 befasst sich mit der frühen Nutzenbewertung von Bulevirtid zur Behandlung der chronischen Hepatitis-Delta-Virus-Infektion (Hepatitis D). Bulevirtid ist als sogenanntes Orphan Drug zugelassen.

Gemäß § 35a Abs. 1 Satz 11 SGB V gilt bei Arzneimitteln für seltene Leiden der medizinische Zusatznutzen bereits durch die Zulassung als belegt. Daher bewertet das Institut in diesem Verfahren ausschließlich die Anzahl der infrage kommenden Personen sowie die Therapiekosten für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV).

Die Zielpopulation umfasst erwachsene Personen mit einer chronischen HDV-Infektion und kompensierter Lebererkrankung. Voraussetzung ist laut Bericht ein positiver Test auf HDV-RNA im Plasma oder Serum.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der Verordnung von Bulevirtid wird darauf hingewiesen, dass die zugrunde liegende Hepatitis-B-Infektion (HBV) gleichzeitig gemäß den aktuellen Behandlungsleitlinien therapiert werden sollte. Der Bericht berücksichtigt daher explizit den kombinierten Einsatz mit Nukleosid- oder Nukleotidanaloga wie Entecavir oder Tenofovir.

Häufig gestellte Fragen

Bulevirtid hat den Status eines Orphan Drugs (Arzneimittel für seltene Leiden). Laut IQWiG-Bericht gilt der medizinische Zusatznutzen in diesem Fall bereits durch die Zulassung gesetzlich als belegt.

Das Medikament wird bei erwachsenen Personen mit einer chronischen Hepatitis-D-Infektion und kompensierter Lebererkrankung angewendet. Voraussetzung ist ein positiver Nachweis von HDV-RNA im Plasma oder Serum.

Die Jahrestherapiekosten für die Monotherapie mit Bulevirtid belaufen sich laut Bewertung auf rund 163.060 Euro pro Person. Bei einer Kombinationstherapie zur Behandlung der HBV-Grundinfektion fallen zusätzliche Kosten für die jeweiligen Virostatika an.

Das Institut schätzt die GKV-Zielpopulation auf 308 bis 4777 Personen. Es wird jedoch betont, dass diese Zahlen aufgrund unzureichender epidemiologischer Daten mit großen Unsicherheiten behaftet sind.

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Quelle: IQWiG G20-19: Bulevirtid (chronische Hepatitis-Delta-Virus-Infektion) - Bewertung gemäß § 35a Abs. 1 Satz 11 SGB V (IQWiG, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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