Elbasvir/Grazoprevir (HCV): Therapie bei Jugendlichen
Hintergrund
Der IQWiG-Bericht A21-143 bewertet den Zusatznutzen der Wirkstoffkombination Elbasvir/Grazoprevir (EBR/GZR). Die Bewertung bezieht sich auf die Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) bei Jugendlichen.
Die Zielgruppe umfasst Patientinnen und Patienten im Alter von 12 bis unter 18 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 30 Kilogramm. Gemäß der Fachinformation wird die Anwendung ausschließlich für die Hepatitis-C-Virus-Genotypen 1 und 4 empfohlen.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurden vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) die Kombinationen Ledipasvir/Sofosbuvir (LDV/SOF) oder Glecaprevir/Pibrentasvir (GLE/PIB) festgelegt.
💡Praxis-Tipp
Laut Bericht ist bei der Therapieplanung auf die Ausgangsviruslast und mögliche Resistenzmutationen zu achten, da bei Werten über 800.000 IE/ml eine Verlängerung der Therapie auf 16 Wochen in Kombination mit Ribavirin indiziert sein kann. Zudem wird eine strenge Überwachung der Leberwerte empfohlen, da bei massiven ALT-Erhöhungen oder Zeichen einer Leberentzündung ein sofortiger Therapieabbruch erforderlich ist.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht ist ein Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht belegt. Es liegen keine randomisierten kontrollierten Studien für diese Altersgruppe vor.
Die Anwendung wird gemäß Fachinformation ausschließlich für die Hepatitis-C-Virus-Genotypen 1 und 4 empfohlen.
Eine Verlängerung auf 16 Wochen unter Zugabe von Ribavirin wird bei Genotyp 1a oder 4 mit einer Ausgangsviruslast von über 800.000 IE/ml empfohlen. Bei Genotyp 1a gilt dies auch beim Vorliegen bestimmter NS5A-Resistenzmutationen.
Die Kosten für eine zwölfwöchige Standardtherapie belaufen sich laut Bericht auf etwa 26.000 Euro pro Patient. Bei einer Verlängerung auf 16 Wochen in Kombination mit Ribavirin fallen die Kosten entsprechend höher aus.
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Quelle: IQWiG A21-143: Elbasvir/Grazoprevir (chronische Hepatitis C bei Jugendlichen) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2022). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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