IQWiG2025Neurologie

Migräne Akuttherapie mit Rimegepant: IQWiG-Bewertung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht A25-72 aus dem Jahr 2025 befasst sich mit der frühen Nutzenbewertung von Rimegepant. Der Wirkstoff wird zur Akuttherapie der Migräne mit oder ohne Aura bei Erwachsenen eingesetzt.

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die durch anfallsartige, pulsierende Kopfschmerzen und Begleitsymptome gekennzeichnet ist. Eine effektive Akutbehandlung ist entscheidend, um die Dauer und Schwere der Attacken zu reduzieren.

Ziel der vorliegenden Dossierbewertung war der Vergleich von Rimegepant mit der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegten zweckmäßigen Vergleichstherapie. Diese umfasst eine patientenindividuelle Auswahl aus Triptanen und nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR).

Empfehlungen

Der Bericht formuliert folgende zentrale Ergebnisse zur Nutzenbewertung:

Bewertung des Zusatznutzens

Laut IQWiG ist ein Zusatznutzen von Rimegepant nicht belegt. Der pharmazeutische Unternehmer legte keine geeigneten Daten für den Vergleich mit der zweckmäßigen Vergleichstherapie vor.

Die eingereichten Zulassungsstudien verglichen Rimegepant lediglich mit Placebo. Ein direkter Vergleich mit Triptanen oder NSAR fehlte in den vorgelegten Unterlagen.

Zweckmäßige Vergleichstherapie

Der G-BA definiert als Vergleichstherapie eine patientenindividuelle Behandlung. Diese erfolgt unter Berücksichtigung der Vorbehandlung, der Anfallsschwere und bestehender Begleiterkrankungen.

Zur Auswahl stehen dabei folgende Wirkstoffgruppen:

  • Selektive Serotonin-5-HT1-Rezeptoragonisten (z. B. Sumatriptan, Zolmitriptan, Almotriptan)

  • Nicht steroidale Antirheumatika (z. B. Ibuprofen, Diclofenac, Acetylsalicylsäure)

Dosierung

Die im Bericht zitierte Fachinformation nennt folgende Dosierungen für Rimegepant:

IndikationDosierungMaximale Tagesdosis
Akuttherapie der Migräne75 mg bei Bedarf (1-mal täglich)75 mg
Prophylaxe der Migräne75 mg jeden 2. Tag75 mg

Das Lyophilisat wird auf oder unter die Zunge gelegt und kann ohne Flüssigkeit eingenommen werden. Bei leicht bis mittelstark eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Kontraindikationen

Laut Fachinformation bestehen folgende Gegenanzeigen und Warnhinweise:

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder sonstige Bestandteile

  • Anwendung bei stark eingeschränkter Leberfunktion (wird nicht empfohlen)

  • Anwendung bei terminaler Niereninsuffizienz mit einer Kreatinin-Clearance < 15 ml/min (sollte vermieden werden)

  • Gleichzeitige Anwendung mit starken CYP3A4-Inhibitoren oder starken/mittelstarken CYP3A4-Induktoren

Zudem wird vor einem übermäßigen Gebrauch von Schmerzmitteln gewarnt, da dies zu Kopfschmerzen durch Medikamentenübergebrauch (MOH) führen kann. Aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung während der Schwangerschaft vermieden werden.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Verordnung von Rimegepant wird auf das hohe Interaktionspotenzial mit CYP3A4-Inhibitoren und -Induktoren hingewiesen. Bei gleichzeitiger Anwendung von mittelstarken CYP3A4-Inhibitoren (z. B. Fluconazol) oder starken P-gp-Inhibitoren ist laut Fachinformation die Einnahme einer weiteren Dosis Rimegepant innerhalb von 48 Stunden zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem aktuellen IQWiG-Bericht ist ein Zusatznutzen von Rimegepant zur Akutbehandlung der Migräne nicht belegt. Es fehlten geeignete Studiendaten, die das Medikament direkt mit der zweckmäßigen Vergleichstherapie vergleichen.

Die Fachinformation empfiehlt zur Akuttherapie eine Dosis von 75 mg Rimegepant bei Bedarf. Die maximale Tagesdosis ist auf 75 mg begrenzt.

Es liegen nur begrenzte Erfahrungen zur Anwendung bei Schwangeren vor. Aus Vorsichtsgründen wird empfohlen, die Einnahme während der Schwangerschaft zu vermeiden.

Der G-BA definiert eine patientenindividuelle Therapie als Vergleichsstandard. Diese umfasst Triptane wie Sumatriptan oder Zolmitriptan sowie NSAR wie Ibuprofen oder Diclofenac.

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Quelle: IQWiG A25-72: Rimegepant (Migräne, Akutbehandlung) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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