IQWiG2024Psychiatrie

Tabakentwöhnung: Medikamentöse Therapie-Empfehlungen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Tabakrauchen gilt als das verbreitetste vermeidbare Gesundheitsrisiko in Deutschland. Ein wiederholter Konsum kann zu der Erkrankung der Tabakabhängigkeit führen, die sowohl körperliche als auch psychische Komponenten umfasst.

Der IQWiG-Bericht A22-34 bewertet den Nutzen verschiedener medikamentöser Therapien zur Tabakentwöhnung. Die Zielgruppe sind Raucherinnen und Raucher mit einer schweren Tabakabhängigkeit.

Eine schwere Tabakabhängigkeit wird im Rahmen der Bewertung primär über einen Wert von 6 oder mehr Punkten im Fagerström-Test für Zigarettenabhängigkeit (FTZA) definiert. Das primäre Ziel der Behandlung ist das Erreichen einer vollständigen und dauerhaften Rauchfreiheit.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht weist darauf hin, dass bei der Anwendung von Vareniclin und Nicotin vermehrt unerwünschte Ereignisse wie Übelkeit, Kopfschmerzen oder neuropsychiatrische Symptome auftreten können. Es wird betont, dass diese Nachteile den deutlichen Nutzen der dauerhaften Rauchfreiheit jedoch nicht infrage stellen. Bei der Bewertung von neuropsychiatrischen Nebenwirkungen ist zudem zu berücksichtigen, dass diese potenziell auch durch Entzugserscheinungen bedingt sein können.

Häufig gestellte Fragen

Der IQWiG-Bericht belegt einen höheren Nutzen für die Wirkstoffe Vareniclin und Nicotin im Vergleich zu keiner medikamentösen Therapie. Für Bupropion und Cytisin konnte aufgrund fehlender Daten keine Nutzenaussage getroffen werden.

Laut Bericht wird eine schwere Tabakabhängigkeit häufig über einen Wert von 6 oder mehr Punkten im Fagerström-Test für Zigarettenabhängigkeit (FTZA) definiert. Alternativ kann ein täglicher Konsum von mehr als 30 Zigaretten als Kriterium herangezogen werden.

Die Auswertung zeigt Hinweise auf einen höheren Schaden durch neuropsychiatrische Nebenwirkungen, Fatigue und Übelkeit. Zudem gibt es Anhaltspunkte für vermehrte Studienabbrüche wegen unerwünschter Ereignisse, Mundtrockenheit und Kopfschmerzen.

Ja, der Bericht stellt einen Beleg für einen höheren Nutzen von Nicotin hinsichtlich der dauerhaften Rauchfreiheit nach 6 Monaten fest. Auch nach 12 Monaten gibt es noch einen Anhaltspunkt für einen höheren Nutzen.

Der Hersteller hat die angeforderten Studienunterlagen und notwendigen Subgruppenanalysen nicht zur Verfügung gestellt. Daher war eine fundierte Nutzenbewertung für die Zielgruppe der schwer Abhängigen nicht möglich.

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Quelle: IQWiG A22-34: Nutzenbewertung von Bupropion, Cytisin, Nicotin und Vareniclin zur Tabakentwöhnung bei schwerer Tabakabhängigkeit (IQWiG, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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