Enfortumab Vedotin: Therapie des Urothelkarzinoms
Hintergrund
Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ist ein Addendum zur Nutzenbewertung von Enfortumab Vedotin. Er befasst sich mit der Behandlung von erwachsenen Personen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom.
Voraussetzung für diese Therapie ist, dass die Betroffenen zuvor bereits eine platinhaltige Chemotherapie sowie einen PD-1- oder PD-L1-Inhibitor erhalten haben. Grundlage der Bewertung ist die randomisierte, kontrollierte Studie EV-301.
In dieser Studie wird Enfortumab Vedotin mit einer Chemotherapie nach ärztlicher Maßgabe verglichen. Als Vergleichstherapien standen Vinflunin, Paclitaxel oder Docetaxel jeweils als Monotherapie zur Auswahl.
💡Praxis-Tipp
Der IQWiG-Bericht dokumentiert unter Enfortumab Vedotin signifikant häufiger schwere Hyperglykämien, periphere Neuropathien sowie Haut- und Augenerkrankungen als unter der Vergleichschemotherapie. Die Daten legen nahe, dass ein engmaschiges Monitoring des Blutzuckerspiegels und neurologischer Symptome während der Therapie von hoher klinischer Relevanz ist.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht richtet sich die Therapie an Personen, die zuvor bereits eine platinhaltige Chemotherapie sowie einen PD-1- oder PD-L1-Inhibitor erhalten haben.
Die Dosierung in der untersuchten Studie betrug 1,25 mg/kg Körpergewicht intravenös an den Tagen 1, 8 und 15 eines 28-tägigen Zyklus. Bei einem Körpergewicht ab 100 kg wurde eine Maximaldosis von 125 mg verabreicht.
Die Daten zeigen einen statistisch signifikanten Vorteil beim Gesamtüberleben gegenüber der ärztlich gewählten Chemotherapie. Dieser Vorteil war in der Subgruppenanalyse insbesondere bei männlichen Personen ausgeprägt.
Der Bericht nennt als signifikante Nachteile unter anderem schwere Hyperglykämien, periphere Neuropathien, akute Nierenschädigungen sowie Erkrankungen der Haut und des Nervensystems.
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Quelle: IQWiG A22-107: Enfortumab Vedotin (Urothelkarzinom) - Addendum zum Auftrag A22-61 (IQWiG, 2022). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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