IQWiG2022Onkologie

Urothelkarzinom: Enfortumab Vedotin Therapie & Nutzen

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des IQWiG bewertet den Zusatznutzen von Enfortumab Vedotin bei erwachsenen Personen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom. Die Bewertung bezieht sich auf Betroffene, die zuvor eine platinhaltige Chemotherapie und einen PD-1- oder PD-L1-Inhibitor erhalten haben.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde für Personen, für die eine Chemotherapie geeignet ist, Vinflunin als Monotherapie oder eine Kombination aus Cisplatin und Gemcitabin festgelegt. Für Personen, für die eine Chemotherapie nicht infrage kommt, gilt Best Supportive Care (BSC) als Vergleichstherapie.

Die Nutzenbewertung stützt sich maßgeblich auf die Daten der randomisierten, kontrollierten Studie EV-301. Hierbei wurde spezifisch die Teilpopulation betrachtet, die im Kontrollarm Vinflunin erhielt.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht weist darauf hin, dass bei der Therapie mit Enfortumab Vedotin spezifische Warnhinweise bezüglich Hautreaktionen, Hyperglykämie und peripherer Neuropathie bestehen. Es wird eine engmaschige Überwachung auf diese unerwünschten Ereignisse beschrieben, um gegebenenfalls Dosisunterbrechungen oder -reduktionen vornehmen zu können. Zudem wird betont, dass es kein bekanntes Antidot für eine Überdosierung gibt.

Häufig gestellte Fragen

Der IQWiG-Bericht sieht einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen bei Personen, für die eine Chemotherapie geeignet ist. Für Personen ohne Eignung für eine Chemotherapie ist ein Zusatznutzen mangels Daten nicht belegt.

Laut Bericht richtet sich die Therapie an Personen, die zuvor bereits eine platinhaltige Chemotherapie erhalten haben. Zusätzlich muss eine Vorbehandlung mit einem PD-1- oder PD-L1-Inhibitor erfolgt sein.

Die Bewertung zeigt einen höheren Schaden durch spezifische Nebenwirkungen wie Augenerkrankungen, Diarrhö und Hauterkrankungen. Bei Personen ab 65 Jahren wurde zudem vermehrt eine periphere Neuropathie beobachtet.

Der Bericht identifiziert Hinweise auf einen geringeren Schaden durch schwere unerwünschte Ereignisse bei Personen ohne Lebermetastasen. Zudem zeigten sich bei Personen unter 65 Jahren Vorteile bei der Rollenfunktion und der emotionalen Funktion.

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Quelle: IQWiG A22-61: Enfortumab Vedotin (Urothelkarzinom) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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