IQWiG2022Dermatologie

Atopische Dermatitis: Abrocitinib Therapie & Indikation

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat das IQWiG mit der Nutzenbewertung des Wirkstoffs Abrocitinib beauftragt. Die Bewertung bezieht sich auf die Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis.

Voraussetzung für die Anwendung ist, dass für die Betroffenen eine systemische Therapie infrage kommt. Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom G-BA der Wirkstoff Dupilumab festgelegt.

Die Datengrundlage der Bewertung bildet die randomisierte, doppelblinde Studie JADE DARE. In dieser wurde Abrocitinib über 26 Wochen direkt mit Dupilumab verglichen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der Therapieentscheidung zwischen Abrocitinib und Dupilumab wird ein Blick auf das unterschiedliche Nebenwirkungsprofil empfohlen. Während unter Abrocitinib seltener Bindehautentzündungen (Konjunktivitis) auftreten, ist laut IQWiG-Bewertung mit einem häufigeren Auftreten von Übelkeit, Akne und Erkrankungen des Nervensystems zu rechnen. Zudem wird auf mögliche Wechselwirkungen mit CYP2C19- und CYP2C9-Inhibitoren oder -Induktoren hingewiesen, die eine Dosisanpassung erforderlich machen können.

Häufig gestellte Fragen

Die IQWiG-Bewertung sieht einen Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen für Abrocitinib. Dies begründet sich vor allem durch bessere Raten bei der vollständigen Remission (EASI 100) und der patientenberichteten Symptomatik.

Laut Studiendaten kommt es unter Abrocitinib signifikant häufiger zu Übelkeit, Akne und Erkrankungen des Nervensystems. Bindehautentzündungen treten hingegen seltener auf als unter Dupilumab.

Die empfohlene Anfangsdosis für Erwachsene unter 65 Jahren beträgt 200 mg einmal täglich. Für Patienten ab 65 Jahren wird eine reduzierte Anfangsdosis von 100 mg empfohlen.

Ja, Abrocitinib kann laut Fachinformation allein oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur topischen Anwendung bei atopischer Dermatitis eingesetzt werden. In der Zulassungsstudie war eine begleitende topische Therapie erlaubt.

Es wird empfohlen, eine Beendigung der Behandlung in Betracht zu ziehen, wenn nach 24 Behandlungswochen kein therapeutischer Nutzen nachgewiesen werden kann.

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Quelle: IQWiG A22-06: Abrocitinib (atopische Dermatitis) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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