Berotralstat (HAE): Prophylaxe, Dosierung & Indikation

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die vorliegende Dossierbewertung des IQWiG untersucht den Zusatznutzen von Berotralstat zur routinemäßigen Prävention wiederkehrender Attacken des hereditären Angioödems (HAE). Die Zielgruppe umfasst Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) eine routinemäßige Prophylaxe mit einem C1-Esterase-Inhibitor festgelegt.

Laut Bericht beläuft sich die Zielpopulation in der gesetzlichen Krankenversicherung auf etwa 205 bis 977 betroffene Personen. Die Jahrestherapiekosten für Berotralstat werden auf rund 231.350 Euro beziffert.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Warnhinweis des Berichts betrifft das Risiko der QT-Zeit-Verlängerung. Es wird dringend angeraten, bei Personen mit terminaler Niereninsuffizienz, eingeschränkter Leberfunktion oder bestehenden kardialen Risikofaktoren auf Berotralstat zu verzichten oder ein engmaschiges Monitoring durchzuführen. Zudem ist die verminderte Wirksamkeit bestimmter oraler Kontrazeptiva (wie Desogestrel) im klinischen Alltag zu berücksichtigen.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bewertung ist ein Zusatznutzen von Berotralstat gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (C1-Esterase-Inhibitor) nicht belegt. Es liegen keine geeigneten direkt oder indirekt vergleichenden Studiendaten vor.

Nein, das Dokument betont, dass Berotralstat ausschließlich zur routinemäßigen Prävention zugelassen ist. Bei akuten Attacken wird die Einleitung einer spezifischen Akutbehandlung empfohlen.

Die empfohlene Dosis beträgt 150 mg einmal täglich für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg. Die Einnahme kann zu einer beliebigen Tageszeit mit Nahrung erfolgen.

Ja, Berotralstat kann die Wirksamkeit oraler hormoneller Kontrazeptiva, die CYP2C9 benötigen (z. B. Desogestrel), verringern. Es wird empfohlen, auf alternative Verhütungsmethoden wie Barrieremethoden auszuweichen.

Der Bericht beziffert die Jahrestherapiekosten für Berotralstat in der gesetzlichen Krankenversicherung auf rund 231.350 Euro pro Person.

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Quelle: IQWiG A21-80: Berotralstat (Hereditäres Angioödem) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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