Atezolizumab plus Bevacizumab bei HCC: Zusatznutzen
Hintergrund
Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ist ein Addendum zur Nutzenbewertung von Atezolizumab. Er bewertet die Kombination von Atezolizumab und Bevacizumab im Vergleich zu Sorafenib bei Erwachsenen mit fortgeschrittenem oder nicht resezierbarem hepatozellulärem Karzinom (HCC) ohne vorherige systemische Therapie.
Die Bewertung basiert auf den Daten der randomisierten, kontrollierten Studie IMbrave150. Die eingeschlossenen Patienten befanden sich mehrheitlich im BCLC-Stadium C und wiesen einen guten Allgemeinzustand (ECOG-PS 0 oder 1) auf.
Bezüglich der Tumorätiologie lag bei der Mehrheit der Studienpopulation eine Infektion mit Hepatitis B oder C zugrunde. Bei knapp einem Drittel der Patienten wurde das hepatozelluläre Karzinom einer nicht viralen Ätiologie zugeordnet.
💡Praxis-Tipp
Laut IQWiG-Bewertung hängt das Ausmaß des Zusatznutzens von Atezolizumab plus Bevacizumab maßgeblich von der Ätiologie des hepatozellulären Karzinoms ab. Es wird hervorgehoben, dass sich der Überlebensvorteil in den Studiendaten primär bei Patienten mit viraler Genese (Hepatitis B oder C) zeigt, während bei nicht viraler Ätiologie kein signifikanter Unterschied im Gesamtüberleben belegt ist.
Häufig gestellte Fragen
Das IQWiG sieht bei Patienten mit Child-Pugh A und viraler Ätiologie einen Hinweis auf einen erheblichen Zusatznutzen. Bei nicht viraler Ätiologie besteht ein Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen.
Laut Bericht zeigt sich ein signifikanter Vorteil im Gesamtüberleben nur bei Patienten mit einer zugrundeliegenden Hepatitis-B- oder -C-Infektion. Bei nicht viraler Genese konnte kein signifikanter Überlebensvorteil gegenüber Sorafenib belegt werden.
Für Patienten mit einem Child-Pugh-Score von B ist ein Zusatznutzen der Kombinationstherapie laut IQWiG nicht belegt. Als zweckmäßige Vergleichstherapie wird für diese Patientengruppe Best Supportive Care herangezogen.
Die Auswertung der Studiendaten zeigt keinen statistisch signifikanten Unterschied bei Blutungen im Vergleich zu Sorafenib. Ein geringerer oder höherer Schaden ist für diesen Endpunkt laut Bewertung nicht belegt.
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Quelle: IQWiG A21-45: Atezolizumab (hepatozelluläres Karzinom) - Addendum zum Auftrag A20-97 (IQWiG, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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