Ponesimod (MS): Therapie, Wirksamkeit & Nebenwirkungen
Hintergrund
Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet den Zusatznutzen von Ponesimod. Der Wirkstoff wird zur Behandlung von erwachsenen Personen mit schubförmiger Multipler Sklerose (RMS) mit aktiver Erkrankung eingesetzt.
Die Bewertung fokussiert sich auf Erkrankte, die bislang keine krankheitsmodifizierende Therapie erhalten haben. Ebenfalls eingeschlossen sind vorbehandelte Personen, deren Erkrankung nicht hochaktiv ist.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde Teriflunomid herangezogen. Die Datengrundlage der Nutzenbewertung bildet die randomisierte, doppelblinde Phase-3-Studie OPTIMUM.
💡Praxis-Tipp
Der IQWiG-Bericht zeigt, dass der Zusatznutzen von Ponesimod stark von der initialen Krankheitsschwere abhängt. Ein beträchtlicher Zusatznutzen gegenüber Teriflunomid wird nur für Personen mit einem EDSS-Score von maximal 3,5 gesehen. Zudem wird auf ein erhöhtes Risiko für Bradykardien hingewiesen, was eine entsprechende Überwachung bei der Erstdosisgabe erfordert.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht hängt der Zusatznutzen vom EDSS-Score ab. Bei einem Score von ≤ 3,5 gibt es einen Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen, bei einem Score > 3,5 ist ein Zusatznutzen nicht belegt.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat mehrere Optionen festgelegt, darunter Teriflunomid, Ocrelizumab oder Interferon-Präparate. In der bewerteten Studie OPTIMUM wurde Teriflunomid als Vergleichstherapie eingesetzt.
Der Bericht stellt fest, dass unter Ponesimod im Vergleich zu Teriflunomid häufiger Bradykardien auftreten. Gleichzeitig wurde ein geringerer Schaden im Hinblick auf Alopezie (Haarausfall) beobachtet.
Die Therapie beginnt mit einer 14-tägigen Titrationsphase, in der die Dosis schrittweise von 2 mg auf 10 mg gesteigert wird. Ab Tag 15 erfolgt die Erhaltungstherapie mit 20 mg einmal täglich.
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Quelle: IQWiG A21-159: Ponesimod (multiple Sklerose) - Nutzenbewertung gemäß §35a SGB V (IQWiG, 2022). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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