IQWiG2020Neurologie

Siponimod bei SPMS: Indikation, Dosierung und Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Siponimod ist zugelassen für die Behandlung von erwachsenen Patientinnen und Patienten mit sekundär progredienter multipler Sklerose (SPMS) mit Krankheitsaktivität. Diese Aktivität muss durch Schübe oder durch Bildgebung der entzündlichen Aktivität nachgewiesen sein.

Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet den Zusatznutzen von Siponimod im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie.

Dabei wird zwischen Patientengruppen mit und ohne aufgesetzte Schübe unterschieden. Für die Bewertung wurden unter anderem Daten aus der Zulassungsstudie EXPAND herangezogen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Vor dem Beginn einer Therapie mit Siponimod ist zwingend eine Genotypisierung des CYP2C9-Gens erforderlich. Diese Untersuchung bestimmt, ob die Standarddosis, eine reduzierte Dosis oder eine Kontraindikation vorliegt. Zudem wird eine engmaschige Überwachung der Lymphozytenzahlen empfohlen, um das Risiko schwerer Infektionen zu minimieren.

Häufig gestellte Fragen

Siponimod ist für die Behandlung der sekundär progredienten multiplen Sklerose (SPMS) mit nachgewiesener Krankheitsaktivität zugelassen. Die Aktivität muss durch Schübe oder entzündliche Veränderungen in der Bildgebung belegt sein.

Die reguläre Erhaltungsdosis beträgt 2 mg einmal täglich nach einer sechstägigen Titrationsphase. Bei Vorliegen eines CYP2C923- oder 13-Genotyps wird eine reduzierte Dosis von 1 mg täglich empfohlen.

Der IQWiG-Bericht stellt fest, dass ein Zusatznutzen von Siponimod im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie weder für Patienten mit noch ohne aufgesetzte Schübe belegt ist. Es fehlten verwertbare Daten oder die Studienergebnisse zeigten keine eindeutigen Vorteile.

Laut Fachinformation müssen vor Therapiebeginn der CYP2C9-Genotyp bestimmt, ein großes Blutbild angefertigt und die Leberwerte kontrolliert werden. Bei Frauen im gebärfähigen Alter ist zudem ein negativer Schwangerschaftstest erforderlich.

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Quelle: IQWiG A20-10: Siponimod (multiple Sklerose) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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