IQWiG2019Infektiologie

Hepatitis C bei Jugendlichen: Therapie-Zusatznutzen

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Bericht des IQWiG (A19-33) bewertet den Zusatznutzen der fixen Wirkstoffkombination Glecaprevir/Pibrentasvir. Das Anwendungsgebiet umfasst die Behandlung der chronischen Hepatitis-C-Virus-Infektion (HCV) bei Jugendlichen im Alter von 12 bis unter 18 Jahren.

Für die Bewertung wurde die Population anhand der HCV-Genotypen unterteilt. Als zweckmäßige Vergleichstherapie legte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) für die Genotypen 1, 4, 5 und 6 Ledipasvir/Sofosbuvir fest. Für die Genotypen 2 und 3 wurde Sofosbuvir in Kombination mit Ribavirin bestimmt.

Da keine randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) vorlagen, stützte sich das Dossier auf die einarmige DORA-Studie. Der Bericht prüft, ob sich aus diesen Daten ein therapeutisch bedeutsamer Zusatznutzen gegenüber der Standardtherapie ableiten lässt.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht hebt hervor, dass die Tabletten im Ganzen und zwingend zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden sollen. Es wird darauf hingewiesen, dass ein Zerkauen oder Zerstoßen der Tabletten die Bioverfügbarkeit der Wirkstoffe verändern kann. Zudem ist bei verpasster Einnahme ein Zeitfenster von 18 Stunden für die Nachholung vorgesehen, danach soll die Dosis ausgelassen werden.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ist ein Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht belegt. Es fehlen direkt vergleichende Studien, und die einarmigen Daten zeigen keine dramatischen Effekte im Vergleich zu bestehenden Therapien.

Die empfohlene Dosis beträgt 300 mg Glecaprevir und 120 mg Pibrentasvir einmal täglich. Dies entspricht der Einnahme von drei Tabletten, die zusammen mit einer Mahlzeit geschluckt werden.

Der Bericht gibt an, dass bei jeglichem Grad einer Nierenfunktionsstörung keine Dosisanpassung erforderlich ist. Dies schließt auch dialysepflichtige Jugendliche mit ein.

Die gleichzeitige Anwendung mit starken CYP3A-Induktoren wie Rifampicin oder Johanniskraut ist kontraindiziert. Ebenso dürfen ethinylestradiolhaltige Präparate sowie bestimmte Statine nicht parallel verabreicht werden.

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Quelle: IQWiG A19-33: Glecaprevir/Pibrentasvir (chronische Hepatitis C bei Jugendlichen)- Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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