IQWiG2020Infektiologie

Hepatitis C bei Kindern: Ledipasvir/Sofosbuvir-Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht (2020) bewertet den Zusatznutzen der antiviralen Wirkstoffkombination Ledipasvir/Sofosbuvir (LDV/SOF) bei Kindern im Alter von 3 bis unter 12 Jahren mit chronischer Hepatitis C (CHC).

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) das beobachtende Abwarten festgelegt. Da keine randomisierten kontrollierten Studien (RCT) mit einem direkten Vergleich vorlagen, stützt sich die Bewertung auf einarmige Studien.

Die eingeschlossenen Studien (Studie 1116, Kamal 2020, El-Shabrawi 2018) untersuchten die Therapie bei therapienaiven sowie vorbehandelten Kindern. Die Auswertung erfolgte differenziert nach den vorliegenden Hepatitis-C-Genotypen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht verdeutlicht, dass der Zusatznutzen von Ledipasvir/Sofosbuvir stark vom vorliegenden Hepatitis-C-Genotyp abhängt. Während für die Genotypen 1 und 4 hohe Heilungsraten und ein Anhaltspunkt für einen Zusatznutzen belegt sind, fehlen für die Genotypen 3, 5 und 6 ausreichende Daten. Es wird hervorgehoben, dass vor Therapiebeginn eine exakte Genotypisierung zwingend erforderlich ist.

Häufig gestellte Fragen

Der IQWiG-Bericht zeigt, dass in den bewerteten Studien über 95 Prozent der Kinder mit Genotyp 1 oder 4 ein dauerhaftes virologisches Ansprechen (SVR) erreichten. Dies wird als ausreichend valides Surrogat für die Verhinderung von Spätfolgen wie dem hepatozellulären Karzinom gewertet.

Laut Bericht traten in den Studien keine Todesfälle auf. Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse oder Therapieabbrüche aufgrund von Nebenwirkungen wurden bei weniger als 1 Prozent der behandelten Kinder beobachtet.

Die Behandlungsdauer beträgt laut Zulassung je nach Genotyp, Vorbehandlung und Zirrhosestatus 8, 12 oder 24 Wochen. Bei bestimmten Konstellationen wird die Therapie zusätzlich mit Ribavirin kombiniert.

Das Medikament ist für die Genotypen 1, 3, 4, 5 und 6 zugelassen, wobei für Genotyp 3 spezifische Einschränkungen gelten. Der IQWiG-Bericht stellt jedoch fest, dass ein Zusatznutzen gegenüber abwartendem Verhalten nur für die Genotypen 1 und 4 belegt ist.

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Quelle: IQWiG A20-63: Ledipasvir/Sofosbuvir (chronische Hepatitis C bei Kindern) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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