IQWiG2024Nephrologie

Vadadustat bei renaler Anämie: Dosierung bei Dialyse

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die IQWiG-Dossierbewertung aus dem Jahr 2024 untersucht den Wirkstoff Vadadustat. Das Anwendungsgebiet umfasst Erwachsene mit symptomatischer Anämie infolge einer chronischen Nierenerkrankung (CKD), die eine chronische Erhaltungsdialyse erhalten.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde ein Erythropoese-stimulierender Wirkstoff (ESA) wie Darbepoetin alfa oder verschiedene Epoetin-Präparate festgelegt. Voraussetzung für den Einsatz ist der vorherige Ausschluss anderer Anämie-Ursachen wie Eisen- oder Vitaminmangel.

Vadadustat ist ein Hypoxie-induzierbarer Faktor-Prolylhydroxylase-Inhibitor (HIF-PHI), der oral verabreicht wird. Die Bewertung basiert maßgeblich auf den beiden randomisierten, kontrollierten Studien INNO2VATE (CI-0016 und CI-0017).

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💡Praxis-Tipp

Der Bericht weist auf eine wichtige Interaktion mit Kationen hin. Es wird empfohlen, Vadadustat mindestens 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach oralen Eisenergänzungsmitteln oder eisenfreien Phosphatbindern (z.B. mit Kalzium, Magnesium, Aluminium) einzunehmen. Eine gleichzeitige Einnahme kann die Bioverfügbarkeit von Vadadustat um bis zu 90 % reduzieren.

Häufig gestellte Fragen

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 300 mg einmal täglich. Die Dosis wird in Schritten von 150 mg angepasst, um einen Ziel-Hb-Wert von 10 bis 12 g/dl zu erreichen, wobei die Maximaldosis 600 mg pro Tag beträgt.

Laut der aktuellen Nutzenbewertung ist ein Zusatznutzen von Vadadustat gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht belegt. Es zeigten sich zwar weniger schwerwiegende Nebenwirkungen, aber häufigere Therapieabbrüche aufgrund unerwünschter Ereignisse.

Bei der Umstellung wird ebenfalls mit 300 mg täglich begonnen. Es wird darauf hingewiesen, dass die Hb-Spiegel anfangs absinken können, insbesondere bei Personen, die zuvor hohe ESA-Dosen erhalten haben.

Es wird empfohlen, die ALT-, AST- und Bilirubinwerte vor Therapiebeginn zu bestimmen. Nach Beginn der Behandlung sollen diese Werte für drei Monate monatlich und danach bei klinischer Indikation kontrolliert werden.

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Quelle: IQWiG A24-67: Vadadustat (Anämie bei dialysepflichtiger, chronischer Nierenerkrankung) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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