IQWiG2021Onkologie

Olaparib bei Pankreaskarzinom: Dosierung und Indikation

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet den Zusatznutzen des Wirkstoffs Olaparib. Es geht um den Einsatz als Erhaltungstherapie bei erwachsenen Personen mit metastasiertem Adenokarzinom des Pankreas und Keimbahn-BRCA1/2-Mutationen.

Voraussetzung für die Therapie ist, dass die Erkrankung nach einer mindestens 16-wöchigen platinhaltigen Erstlinienchemotherapie nicht progredient war. Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) das beobachtende Abwarten festgelegt.

Die Bewertung basiert maßgeblich auf den Daten der randomisierten, doppelblinden Phase-III-Studie POLO. In dieser Studie wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Olaparib mit einem Placebo verglichen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Fachinformation wird eine Untersuchung des großen Blutbilds bei Behandlungsbeginn sowie eine monatliche Kontrolle in den ersten 12 Monaten empfohlen. Der Bericht weist darauf hin, dass bei Auftreten von neuen oder sich verschlechternden Atemwegssymptomen die Behandlung unterbrochen und eine Untersuchung auf Pneumonitis eingeleitet werden sollte. Bei Feststellung eines myelodysplastischen Syndroms oder einer akuten myeloischen Leukämie wird ein sofortiges Absetzen der Therapie empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Die empfohlene Dosis beträgt laut Bericht 300 mg (zwei 150-mg-Tabletten) zweimal täglich. Dies entspricht einer Tagesgesamtdosis von 600 mg.

Es wird als Erhaltungstherapie bei erwachsenen Personen mit metastasiertem Adenokarzinom des Pankreas und gBRCA1/2-Mutationen eingesetzt. Voraussetzung ist, dass die Erkrankung nach mindestens 16 Wochen platinhaltiger Erstlinienchemotherapie nicht progredient war.

Das IQWiG sieht in seiner Bewertung einen Anhaltspunkt für einen geringeren Nutzen im Vergleich zum beobachtenden Abwarten. Dies liegt vor allem an vermehrten Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und vermindertem Appetit ohne nachweisbaren Überlebensvorteil.

Bei mäßig eingeschränkter Nierenfunktion wird eine Dosisreduktion auf zweimal täglich 200 mg empfohlen. Bei starker Einschränkung oder terminaler Niereninsuffizienz wird die Anwendung nicht empfohlen.

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Quelle: IQWiG A20-115: Olaparib (Adenokarzinom des Pankreas) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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