Endometriumkarzinom: Durvalumab-Therapie bei pMMR
Hintergrund
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2024 eine frühe Nutzenbewertung für den Wirkstoff Durvalumab durchgeführt. Bewertet wurde der Einsatz beim primär fortgeschrittenen oder rezidivierenden Endometriumkarzinom mit Mismatch-Reparatur-Profizienz (pMMR).
Die bewertete Therapiestrategie besteht aus einer Erstlinienbehandlung mit Durvalumab in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel. Daran schließt sich eine Erhaltungstherapie mit Durvalumab in Kombination mit Olaparib an.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie legte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Gabe von Carboplatin und Paclitaxel, gefolgt von beobachtendem Abwarten, fest. Die Bewertung basiert maßgeblich auf den Daten der randomisierten, doppelblinden Phase-III-Studie DUO-E.
💡Praxis-Tipp
Der IQWiG-Bericht verdeutlicht, dass der Zusatznutzen der Kombinationstherapie stark vom Krankheitsstadium abhängt. Während bei neu diagnostizierten Patientinnen ein Überlebensvorteil beobachtet wird, überwiegen bei rezidivierenden Verläufen die Nebenwirkungen ohne signifikanten Nutzen beim Gesamtüberleben.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG besteht bei neu diagnostiziertem pMMR-Endometriumkarzinom ein Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen. Bei rezidivierender Erkrankung wird hingegen ein geringerer Nutzen festgestellt.
In der Initialphase werden 1120 mg Durvalumab alle 3 Wochen zusammen mit Chemotherapie verabreicht. In der Erhaltungsphase erfolgt die Gabe von 1500 mg Durvalumab alle 4 Wochen kombiniert mit Olaparib.
Der Bericht beschreibt unter anderem Anhaltspunkte für negative Effekte bei Anämie, Appetitverlust, Verstopfung und Geschmacksveränderungen. Bei rezidivierenden Patientinnen traten zudem vermehrt Übelkeit und Erbrechen auf.
Der G-BA legte als Vergleichstherapie die Gabe von Carboplatin und Paclitaxel fest. Daran schließt sich ein beobachtendes Abwarten an.
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Quelle: IQWiG A24-86: Durvalumab (Erstlinie in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel, Erhaltung in Kombination mit Olaparib; Endometriumkarzinom) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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